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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 16:15 Uhr

Halstenbek : "Wir haben jemanden identifiziert"

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neubau des Borchert-Gymnasiums: Halstenbeks Politiker machen Namen der Vertragspartner zu großem Geheimnis.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 16:00 Uhr

"Wir haben jemanden identifiziert." Das war es dann auch schon. Die Lippen von Holger Lange, Chef des Fachbereichs Bauen und Umwelt, bleiben danach versiegelt. Wie ein Staatsgeheimnis wird der Name gehütet, wer in Halstenbek ab Frühjahr das neue, Millionen schwere Gymnasium am Bickbargen bauen wird. Am Dienstag, 14. Januar, werden die Mitglieder des Hauptausschusses unter Leitung von Kirsten Sajitz (CDU) über den Vertragsabschluss für eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) mit einer Firma beraten. Nicht öffentlich, versteht sich.

Schwergewicht Vergabekammer

Eigentlich wäre der Kontrakt bereits im Dezember 2013 unter Dach und Fach gewesen. Doch der Verzug ist laut Lange begründet durch den sogenannten Banken-Wettbewerb. Eine Beschwerde bei der Vergabekammer solle in jedem Fall ausgeschlossen werden.

Nur er und Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann (parteilos) wissen, welche Namen sich hinter den Nummern verbergen. Dieses Vergabeverfahren habe sich bewährt, so Lange. Und erinnert an die ÖPP-Suche im Zusammenhang mit dem Bau der Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek für etwa 740 Schüler. Zuschlag erhielt damals die Bielefelder Baufirma Goldbeck Public Partner GmbH. Eröffnung am 26. Oktober 2011. Bauzeit: zwölf Monate. Kosten: 13,8 Millionen Euro. Finanzierung: Zahlung eines jährlichen Mietzinses über 22 Jahre von zunächst 780.000 Euro. Hinzu kommen 460.000 Euro für Gebäudemanagement und Instandhaltung.

Am Montag, 27. Januar, werden Halstenbeks Gemeindevertreter eine endgültige Entscheidung über die Baufirma fällen. Anhand der Fakten. Unvorgeingenommen. Denn erst danach erfahren die Kommunalpolitiker, für wen sie sich entschieden haben.

Die neue Schule am Bickbargen wird um 2000 Quadratmeter größer und parallel zum Unterricht gebaut. Steht die neue, dreigschossige Schule für etwa 1100 Schüler mit einer Bruttogeschossfläche von 11 000 Quadratmetern auf dem jetzigen Parkplatz, wird anschließend der etwa 40 Jahr alte marode Bau abgerissen. Dort sind Park- und Außenflächen geplant. Der dreigeschossige Baukörper wird eine Achse zur vorhandenen Sporthalle bilden. Wie berichtet, sind zudem eine Cafeteria sowie eine Aula für etwa 500 Gäste inklusive Bühne und Technik vorgesehen.

Am Ende der Sommerferien 2015 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen, die Schule betriebsbereit sein. Eine Punktlandung für den langjährigen Schulchef Karsten Schneegaß, der 2016 in Pension gehen wird. Nicht allein: Etwa 17 Kollegen verabschieden sich bis dahin aus Altersgründen vom Unterricht. Schneegaß muss nicht nur mit Argusaugen den Neubau mit überwachen. Es gilt auch, ein neues Kollegium im neuen Gewand zu integrieren.

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