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Pinneberg : „Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neue Angebote für psychisch erkrankte Menschen.

Pinneberg | Starke Stimmungsschwankungen, belastende Probleme die schwer und dunkel auf der Seele liegen und den Tagesablauf mühsam machen – die Pinneberger Begegnungsstätte „Das Schiff“ im Fahltskamp  30 bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen vielfältige Angebote, um mit der Erkrankung und im Alltag zurechtzukommen. „Vor allem nach einem Klinikaufenthalt fällt es vielen schwer, wieder sich selbst überlassen zu sein“, weiß Birgit Kast, Leiterin der Begegnungsstätte.

Um diesen Menschen eine ungezwungene Starthilfe und die Möglichkeit zum Austausch zu bieten, hat die Begegnungsstätte viele wöchentliche Angebote. Darunter Gesprächskreise für Senioren, Mütter, Menschen mit bipolaren Störungen oder Depressionen und Ängsten sowie deren Angehörige. „Die Angehörigen sind mitbetroffen. Bei uns können sie über die Erkrankung des Partners reden und erfahren, wie andere damit umgehen“, erklärt Kast.

Jeden Tag gibt es Angebote, montags geht es zum Beispiel von 10 bis 12 Uhr im „Gesprächskreis bei Depressionen und Ängsten“ um Erfahrungen, Medikamente und Auswirkungen der Erkrankung. Von 16 bis 18 Uhr kann beim „Offenen Café“ in lockerer Runde geklönt werden, von 18.30 bis 20 Uhr wird jeden zweiten und vierten Montag im Monat die „Selbsthilfe bei bipolaren Erkrankungen“ angeboten. Jeden ersten und dritten Montag im Monat trifft sich die „Quer-Welle“, eine Selbsthilfegruppe für Lesben und Schwule mit psychischen Erkrankungen im Alter von 18 bis 40 Jahren. Wer Interesse an dieser Gruppe hat wendet sich vorab per E-Mail an diequerwelle@freenet.de. Vor allem Sonntage seien schwer zu ertragen. „Es ist der Tag der Einsamkeit“, sagt Kast. Deswegen bietet die Begegnungsstätte einen Spaziergang ab 14.30 Uhran, um danach – ab 15.30 Uhr – gemütlich im Sonntagscafé beisammenzusein. Ganz neu im Angebot ist die Müttergruppe, die im zweiwöchentlichen Turnus stattfindet. „Ziel der Müttergruppe ist Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu gehört der Austausch über Erziehungsfragen und das Zusammenleben mit den Kindern – die Frauen erfahren: Ich bin nicht allein, es geht nicht nur mir so. Das ist wichtig“, erklärt Kast. Nächster Termin: Dienstag, 2. Dezember.

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