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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 16:59 Uhr

Pinneberg : Willkommen in der Herderstraße

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

60 Anwohner und Freunde richten in der Eigenheimsiedlung Fest aus. Iranische Familie bereitet Spezialitäten aus der Heimat zu.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2015 | 16:00 Uhr

Pinneberg | In Hamburg erfreut sich das Welcome Dinner, bei dem Hamburger Flüchtlinge und Zuwanderer zu sich nach Hause zum Abendessen einladen, wachsender Beliebtheit. In Pinneberg geht es auch größer. In der Herderstraße richteten am Wochenende etwa 60 Nachbarn sowie Freunde aus angrenzenden Gebieten eine Willkommensfete aus – die zunächst gar nicht geplant war. Denn eigentlich feiern die Anwohner der Herderstraße alle vier bis fünf Jahre ihre Nachbarschaft. So will es die Tradition in der 1959 entstandenen Eigenheimsiedlung. Da sich aber in letzter Zeit viele Neue in der ruhigen Straße niedergelassen haben, schob das Festkomitee kurzerhand eine Willkommensfete ein.

Uta und Eberhard Staffehl von Haus Nummer vier stellten auch diesmal wieder ihren Garten zur Verfügung. Und je mehr Gäste eintrafen, umso reichhaltiger wurde das Büfett. Ein besonderer Hingucker waren schließlich die ungewohnten Speisen, die Soudabeh Samavati, Ehemann Massoud Tehrani und Tochter Yasin mitbrachten, lauter leckere Spezialitäten aus ihrer iranischen Heimat. Die Familie hat erst vor einigen Monaten ein Heim in der Herderstraße erworben.

Als besonders „Alteingesessene“ feierte Hannelore Otto mit. Die heute 84-Jährige war schon dabei, als die Straße 1989 ihr 30-jähriges Bestehen feierte und damit den Reigen der Nachbarschaftsfeste überhaupt erst eröffnete.

Harald Sorgatz vom Festkomitee gab einen Rückblick auf die Entwicklung der Nachbarschaft und ihre Feiern. Für das Jubiläumsjahr 2019, in dem die Herderstraße 60 Jahre alt wird, wünschte er sich schon mal eine richtig große Sause, aber auch ein besinnliches Nachdenken über Namensgeber Johann Gottfried Herder.

Sorgatz möchte ihn wieder etwas mehr ins Rampenlicht rücken. Denn der Dichter, Übersetzer, Theologe sowie Geschichts- und Kultur-Philosoph sei heute weitgehend in Vergessenheit geratenen. Dabei sei Johann Gottfried Herder im Zeitalter der Aufklärung einer der einflussreichsten Schriftsteller und Denker deutscher Sprache gewesen und habe außer Wieland, Goethe und Schiller zum klassischen Viergestirn von Weimar gehört.

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