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Jagdpächter warnt : „Wildunfälle unbedingt melden“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schwer verletzte Tiere verenden oft qualvoll im Straßengraben. Ohne Bescheinigung zahlt die Versicherung nicht.

von
erstellt am 01.Sep.2015 | 16:30 Uhr

Bönningstedt | „Immer öfter finden wir Jäger Tiere unweit der Straße, die schwer verletzt sind“, berichtet der Bönningstedter Jagdpächter Kai Fleßner. Mehrere Vorkommnisse in den letzten Wochen in und um Bönningstedt haben ihn dazu veranlasst, diesen Appell an Autofahrer zu richten: „Wenn ein Tier angefahren wurde, sichern Sie die Unfallstelle ab und rufen über 110 die Polizei – die benachrichtigt uns umgehend, egal zu welcher Uhrzeit“, so seine Bitte.

Oft würden angefahrene Tiere tagelang im Knick liegen und qualvoll verenden, weil die Autofahrer einfach weiterfahren. „Uns bleibt dann nur noch, das Tier zu erlösen“, sagt Fleßner. Auch, wer anschließend den Schaden an seinem Fahrzeug der Versicherung melden will, hätte ohne Unfallbescheinigung des Jagdpächters schlechte Karten. „Wenn Geschädigte erst Tage später zu mir kommen und ich nichts mehr von einem Unfall am Auto erkennen kann, stelle ich auch keinen Schein aus“, betont der Jäger. Zudem sei das Entfernen vom Unfallort eine Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbußen geahndet werde.

„Wer ein Reh am Straßenrand sieht, muss damit rechnen, dass es unmittelbar vors Auto läuft, denn die Tiere werden vom Lichtkegel geblendet und laufen los“, weiß der Jäger. Kollisionen passierten meist frühmorgens oder spätabends in der Dämmerung, berichtet Fleßner. Er und seine Kollegen bitten darum, dann ganz besonders aufmerksam zu fahren – und Unfälle umgehend zu melden.

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