Wildblumen: Labsal für die Bienen

 Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD, von links) mit seinen Söhnen Lukas (10) und Felix (2) sowie die Pfadfinder Lina (14) und Nina (14) erfreuen sich an den Heidschnucken.
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Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD, von links) mit seinen Söhnen Lukas (10) und Felix (2) sowie die Pfadfinder Lina (14) und Nina (14) erfreuen sich an den Heidschnucken.

Naturtag lockt zahlreiche Interessierte an / Bürgermeister interessiert sich für insektenfreundliche Gartenpflanzen

shz.de von
31. Mai 2018, 16:00 Uhr

BUND, Grünpaten, Nabu, Imker und viele Experten mehr haben sich jüngst beim Naturtag auf dem Halstenbeker Rathausplatz versammelt. Zahlreiche Besucher nutzten jüngst die Chance, sich an den einzelnen Ständen beraten zu lassen.

Die vor dem Aussterben bedrohten sieben Heidschnucken stellten, außer der Pflanzenbörse, einen besonderen Höhepunkt dar. „Der Naturtag ist eine rundum gelungene Veranstaltung“, sagte Umweltberater Rodion Wohlleben. Mit den Vertretern der anwesenden Organisationen handele es sich um eine facettenreiche Veranstaltung. Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD) interessierte sich wie andere Besucher dafür, seinen Garten mit Insekten anziehenden Pflanzen zu gestalten. Die Pfadfinderinnen Lina Rogmann (14) und Nina Anders (14) versorgten vorbeikommende Mädchen und Jungen mit Stockbrot. „Wir helfen immer gern, wenn wir können“, sagte Nina Rogmann.

Der Initiator der Veranstaltung, Jürgen Heidorn, freute sich über interessierte Bürger an den Infoständen, aber auch zahlreiche Anmeldungen für die acht Führungen. Sina Eggert nutzte beispielsweise die Chance, mit den Imkern Krystin Binczyk und Frank Goede einen Bienenstand auf dem Friedhof zu besuchen. „Es war interessant und lecker“, lautete ihre Bilanz nach dem Rundgang. Mit ihrem Freund nahm sie nicht nur an der Exkursion, sondern auch an den beiden Führungen „Wildkräuter“ und „Totes Holz schafft neues Leben“ teil.

Die Imker Krystin Binczyk und Goede versorgten Bienenfreunde mit zahlreichen Tipps. Wer selbst überlege, sich Bienen zuzulegen, sollte in jedem Fall einen Imker-Anfängerkursus besuchen. Binczyk und Goede thematisierten die von Mai bis Juni über die Bühne gehende „Schwärmzeit“, den Aufbau einer „Bienen-Wohnung“, verschiedene Brut-Stadien der Insekten und vieles mehr. Mit einer Honig-Verkostung endete die Führung.

Binczyk und Goede sind insgesamt für sieben Bienenvölker an den beiden Standorten Friedhof und Fledermaushabitat zuständig. Ein dritter, ursprünglich vorgesehenen Standort auf dem Dach des Rathauses, bezeichneten sie als „zu heiß und nicht gut zugänglich“. Er käme deshalb nicht für die Bienen in Betracht.

Der Ex-VHS-Leiter Günther Traulsen erinnerte daran, dass Initiator Heidorn die Idee für den Naturtag vor Jahren in der Volkshochschule entwickelte. Mit einem von Heidorn angebotenen Sensen-Kursus hatte alles begonnen. Ein weiteres Angebot für Naturfreunde gibt es am 23. Juni: Dann öffnen neun Familien und Halstenbeks Kleingartenanlage ihre Gärten. Details werden erarbeitet.






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