zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 01:15 Uhr

Wiege-Check für die Reiseplanung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kostenlose Aktion des Polizeiautobahnreviers Elmshorn für Wohnmobile und Wohnwagengespanne / Beamte überprüfen 76 Fahrzeuge

Mit Beginn des Frühjahrs startet für Besitzer von Wohnmobilen und Wohnwagen auch die Campingsaison. Zeit also, das Fahrzeug für die erste Urlaubsfahrt des Jahres vorzubereiten. Dazu gehört vor allem ein Check in puncto Sicherheit, damit es bei Kontrollen oder mit dem Fahrverhalten nicht zu bösen Überraschungen kommt. Wie viel wiegt mein Gefährt in leerem und beladenem Zustand? Was darf ich zuladen, und worauf muss ich besonders achten? Antworten auf diese Fragen gab es bei der Aktion „Wir wiegen Sie in Sicherheit“ des Polizeiautobahnreviers Elmshorn.

Bereits vor dem Startschuss am frühen Morgen fuhren die ersten Camper auf dem Gelände der Autobahnpolizei an der Wittenberger Straße vor. „Wir wiegen mit zwei Achslastwaagen und stellen das Gesamtgewicht der Fahrzeuge fest“, erläuterte Polizeioberkommissarin Melanie Seidel, Leiterin der Aktion. Während ihre Kollegen, Polizeihauptmeister Marc Trojahn und Polizeiobermeister Helge Schulz, die Flachwaagen unter den Achsen der Wohnmobile und Wohnwagen platzierten, prüfte Seidel die Fahrzeugpapiere und meldete die Daten sowie anschließend die Messwerte an Philipp Erxleben. Der Polizeioberkommissar erfasste diese über einen Laptop und gab das Ergebnis auf Papier gedruckt den Fahrern in die Hand. „Die Daten werden aber nicht gespeichert, sondern sofort gelöscht“, versicherte Erxleben.

Hauke und Angelika Beier waren mit ihrem 4,5 Tonnen schweren und 7,36 Meter langen Wohnmobil aus Uetersen gekommen. „Wir sind zum ersten Mal bei der Aktion dabei. Das ist eine tolle Sache, man weiß sofort, woran man ist“, sagte das Ehepaar erfreut. Ihr Fahrzeug ist für zwei Personen ausgestattet und mit Dusche, WC sowie Backofen komfortabel eingerichtet. „Wir sind eher Deutschlandfahrer. An den Wochenenden geht es an die Nord- oder Ostsee, im Urlaub dann etwas weiter weg, in den Harz, den Schwarzwald oder nach Bayern“, berichteten die Uetersener. Das Messergebnis für ihr Gefährt ergab keine Beanstandungen.


Für die Kleinen reicht Führerschein Klasse B


„Bei Wohnmobilen mit bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ist meistens nicht viel Spielraum für Zuladungen“, sagte Polizeioberkommissarin Seidel. Fahrzeuge dieser Art dürften von Personen gefahren werden, die im Besitz eines Führerscheins der Klasse B sind. Wer dagegen noch die „alte“ Fahrerlaubnis Klasse drei besitzt, ist berechtigt, ein Wohnmobil mit bis zu 7,5 Tonnen Gesamtgewicht zu steuern. „Da ist dann oft noch viel Platz für die Ausrüstung.“ Erfreulich sei, dass die meisten Fahrzeuge von ihren Besitzern sehr gepflegt würden. Auch auf die Sicherheit werde geachtet, so die Polizeioberkommissarin.

Insgesamt 76 Wohnmobile und Wohnwagengespanne wurden während der sechsstündigen Aktion in Elmshorn gewogen. Zehn davon waren überladen, sie überschritten jedoch nicht die Zehn-Prozent-Marke. Seidel: „Wir werden in den nächsten Wochen ein besonderes Augenmerk auf Campingfahrzeuge richten.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen