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Kunstrasen-Hockeyplatz gefordert : Wieder ein Korb für den VfL Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auch der Umweltausschuss vertagt eine Entscheidung. Der Verein legt derweil ein neues Finanzierungskonzept vor.

von
erstellt am 24.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | „Wir haben schon lange unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte VfL-Geschäftsführer Uwe Hönke am Rande der Sitzung. Er musste den Ausschuss für Umwelt am Dienstagabend erneut ohne eine Zusage verlassen, weil die Verwaltung die aktuelle Beschlussvorlage erst am Abend liefern konnte. Ausschussvorsitzender Jürgen Jacob (CDU) nahm den Punkt von der Tagesordnung und vertröstete Hönke auf die nächste Sitzung im November.

„Es war nicht eher zu schaffen“, sagte gestern Marc Trampe, Sprecher der Stadt. Bereits vorige Woche hatten die Mitglieder des Sportausschusses eine Entscheidung vertagt. Dabei geht es in dem Beschluss nur um die Frage, ob die Stadt die Kosten für ein Gutachten in Höhe von 12.300 Euro übernimmt. Das soll klären, ob im Sport- und Erholungsgebiet An der Raa eine Hockey-Kunstrasenplatzanlage realisierbar ist. Nach Informationen dieser Zeitung stünden die Chancen dafür gar nicht so schlecht, aber die Politik zögere, weil sie die 12.300 Euro für das Gutachten nicht bereitstellen will.

Das Zögern kann Hönke allerdings nicht mehr verstehen. Vergangene Woche hatten er sowie VfL-Vereinsvorsitzender Carsten Lienau und der Abteilungsleiter der Hockeysparte, Frank Laurich, zusammen mit Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und Fachbereichsleiterin Traudchen Perrefort ein modifiziertes Finanzkonzept geschnürt. Das lag der Politik bereits am Wochenende vor.

Die Baukosten von bis zu 300.000 Euro für die Anlage will der Verein selbst und mit Hilfe von Sponsoren tragen. Beim Erbpachtzins von 6400 Euro per anno – denn es handelt sich um ein städtisches Gelände – schlägt der Verein eine Verrechnung mit der Nutzung des Platzes durch die Schulen der Stadt vor. Alternativ sei es möglich, den Verzicht auf den Erbpachtzins über einen Zeitraum von 15 Jahren als Investitionszuschuss der Stadt gemäß der Sportförderungsrichtlinien auszuweisen.

Hönke machte im Umweltausschuss sein Bedauern deutlich. Ohne eine zeitnahe Benennung des Standorts wanderten die betroffenen Sportler zu anderen Spielgemeinschaften ab und die Spender würden den Glauben an die Sache verlieren. Hönke plädierte dafür, den Beschluss über die Kostenübernahme des Gutachtens auf die Tagesordnung der Ratsversammlung am 8. Oktober zu setzen.

Die Verwaltung wird das dem Ältestenrat vorschlagen, wie Trampe mitteilte. Bürgermeisterin Steinberg machte kein Geheimnis daraus, dass sie für die Hockeyanlage sei. „Immer mehr Menschen ziehen nach Pinneberg“, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. Gerade im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung in Pinneberg bestehe ein Bedarf an Außensportanlagen. Auch für Flüchtlinge sei Sport ein wichtiger Teil der Integration.

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