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Wie wollen Sie für bezahlbaren Wohnraum sorgen?

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fragen an die Landtagskandidaten – Heute: Wahlkreis 24 (Pinneberg, Schenefeld, Halstenbek)

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2017 | 11:12 Uhr

Am 7. Mai wird in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt. In den vier Landtagswahlkreisen des Kreises Pinneberg bewerben sich insgesamt 30 Direktkandidaten um Wählerstimmen. Unsere Zeitung wird in den Wochen bis zur Wahl die Kandidaten und einige ihrer Ansichten zu aktuellen politischen Themen vorstellen. Heute sind die Kandidaten aus dem Wahlkreis 24 (Pinneberg, Schenefeld, Halstenbek) an der Reihe.

Kerstin Seyfert (CDU): Für mehr bezahlbaren Wohnraum gibt es nur ein Rezept, das letztlich Erfolg garantiert: Bauen, bauen, bauen! Angebot und Nachfrage regulieren den Markt. Natürlich muss auch in den Sozialen Wohnungsbau investiert werden. Unsere Gesellschaft hat sich verändert. Mehr Singles, mehr Alleinerziehende, mehr alte Menschen. Diesem Umstand muss auch der Wohnungsbau angepasst werden. Und dann geht es auch um die funktionale Durchmischung. Ich will quirlige und kompakte Wohnviertel. Dort finden Wirtschaft, Wohnen und Wohlfühlen nebeneinander statt.

Kai-Oliver Vogel (SPD):Bauen, bauen, bauen – kann hier nur die Antwort lauten. Nur wenn genug Wohnungen vorhanden sind, werden die Mieten und die Kaufpreise nicht mehr so stark steigen. Die SPD will erreichen, dass pro Jahr 5000 neue und bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Die Landesregierung stellt für den Bau öffentlich geförderter Wohnungen 730 Millionen Euro zur Verfügung. Wir setzen uns außerdem vor Ort dafür ein, dass der Anteil des geförderten Wohnraumes bei Neubauten immer möglichst hoch ist.

Olaf Klampe (FDP): Mehr als eine Million vorhandene Sozialwohnungen, die durch die Abschaffung der Fehlbelegungsabgabe, keiner kontrolliert, stehen somit aktuell nicht zur Verfügung. Die Nachfrage nach Wohnraum steigt. Erste wichtige Maßnahmen sind: Ein Kurswechsel in der Wohnungsbaupolitik. Durch Umnutzung des vorhandenen Gebäudebestandes zusätzlichen Wohnraum schaffen. Baugenehmigungen schneller erteilen. Mieter mit geringem Einkommen sollen auch weiterhin Wohngeld erhalten. Da, wo es möglich ist, Gebiete für neuen Wohnraum ausweisen.

Ann-Kathrin Tranziska (Grüne): In neuen Bauvorhaben sollte ein hoher Prozentsatz an sozialem Wohnungsbau vorgesehen werden. Viele Kommunen hier im Hamburger Rand weisen leider immer noch hauptsächlich Wohngebiete für zahlungskräftige Neubürger aus. Das Land unterstützt die Kommunen bereits beim Bau von gefördertem Wohnraum, es ist also auch und besonders an den Kommunen mehr solche Wohneinheiten vorzusehen.

Thomas Hooge (Piraten): Der soziale Wohnungsbau wurde vernachlässigt und muss gestärkt werden. Dabei sind auch Altbauten und Leerstände in Betracht zu ziehen, entsprechende Objekte könnten saniert und als Sozialwohnungen genutzt werden. Die Mietpreisbremse muss auf Wirksamkeit überprüft und gegebenfalls korrigiert werden. Alternative Wohnprojekte sind zu fördern. Um der Zersiedelung der Landschaft nicht unnötig Vorschub zu leisten, sollten auch größere, höhere Objekte möglich sein. Diese gegebenenfalls behindernde Regelungen sind auf den Prüfstand zu stellen.

Julian Flak (AfD): Wir fordern in unserem Wahlprogramm insbesondere ein Darlehensprogramm, das Familien den Erwerb von Wohneigentum ermöglicht. Außerdem müssen unnötige Dämmvorschriften auf den Prüfstand und das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG als Preistreiber abgeschafft werden.

Marianne Kolter (Linke): Wir brauchen mehr Wohnungen für niedrige und mittlere Einkommen. Dazu muss das Land den Aufbau von kommunalen oder genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaften fördern oder vorhandene unterstützen. So können Wohnungen gebaut werden, die dauerhaft preisgebunden sind, anders als dies der Fall ist, wenn private Investoren Sozialwohnungen bauen. Mit ausreichend Wohnungen in kommunaler Hand kann die Gemeinde die Mietenentwicklung in der Stadt mitgestalten.

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