Sanierungsbedürftige Strecken : Wie marode sind die Radwege im Kreis Pinneberg?

Teilweise sind richtige Löcher in den Radwegen

Teilweise sind richtige Löcher in den Radwegen

An welchen Stellen Kommunen, Kreis, Land oder Bund handeln müssen.

shz.de von
22. Juli 2018, 14:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Manchmal geht es zwischen Wiesen, manchmal vorbei an Flüssen und manchmal durch Wälder. Manchmal allerdings auch nur entlang an Häuserzeilen. Dennoch: Der Kreis Pinneberg ist generell gut zum Radfahren geeignet. Generell. Denn die Radwege lassen an vielen Orten sehr zu wünschen übrig. Unsere Zeitung möchte wissen, wie der Zustand der Radwege ist und wo  dringend saniert werden muss.   Und dafür benötigen wir die Hilfe unserer Leser.

Immer vollere Straßen, Dieselskandal, erste Fahrverbote für  ältere Dieselfahrzeuge –  der Griff zum Fahrrad kann sehr zur Lösung aktueller Verkehrsprobleme beitragen. Doch dazu benötigen die Menschen vernünftige Radwege. Wer, um ein Beispiel zu nennen, per Rad von Tornesch  nach Pinneberg möchte, benötigt stabiles Sitzfleisch.  Vor allem in Prisdorf ähnelt  die Trasse eher einer Geländestrecke: Baumwurzeln sind durch den Asphalt gewachsen. Notdürftig wurde das mit Klinkern ausgebessert, die mittlerweile auch schon tiefe Rinnen aufweisen. Kein Wunder, dass viele Radler – zum Leidwesen der Autofahrer – auf die Straße ausweichen. 

Buckelpiste statt glatter Asphalt

In der Prisdorfer   Straße in Pinneberg  wird der Radfahrer auf der Tornesch-Pinneberg-Tour  erneut kräftig durchgeschüttelt. Der Radweg sieht aus wie ein Flickenteppich – frei nach dem Motto: 1000-mal repariert, 1000-mal ist nichts passiert.    

Angesichts derartiger Zustände  liegt es nahe, dass mancher Radfahrer sein Umweltbewusstsein  und den Wunsch  nach körperlicher Fitness zurückstellt, den Drahtesel   in die Garage verfrachtet  und sich  wieder  der automobilen Bequemlichkeit hingibt. Das aber kann es nicht sein. Denn auf der anderen Seite unterstützt  der Kreis Pinneberg intensiv den geplanten  Radschnellweg  vom Kreisgebiet nach Hamburg. Wenn aber die Zubringer Buckelpisten sind, dürfte die Zahl der Nutzer überschaubar bleiben. 

Die Strecke von Tornesch nach Pinneberg ist nur ein  schlechtes Beispiel. Es gibt  im Kreisgebiet noch viele weitere. Selbstverständlich sind aber auch viele Radwege bestens in Schuss. Vielfach mag die Misere auch an den unterschiedlichen Zuständigkeiten liegen.   Denn für die Radwege sind die Gemeinden, der Kreis, das Land oder der Bund zuständig.

Wir  möchten von Ihnen, liebe Leser,  wissen, wo es sanierungsbedürftige Radwege gibt. Wir werden dann bei den jeweils Zuständigen nachfragen, weshalb die Trasse so schlecht ist und wann Abhilfe geschaffen werden soll. Schreiben Sie uns: A. Beig-Verlag, Redaktion, Damm 9-19, 25451 Pinneberg – oder per E-Mail: redaktion@a-beig.de

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