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Quickborn : Wie lassen sich Mitstreiter für das Ehrenamt gewinnen?

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Hilfsorganisationen diskutieren über Wege, Nachwuchs zu begeistern. Auch Berichte über Misserfolge helfen anderen.

von
erstellt am 20.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Quickborn | Regelmäßig taucht dieses Thema auf: Zahlreiche ehrenamtliche Organisationen kämpfen um Nachwuchs. Viele Vereine und Verbände stehen sogar kurz vor dem „Aus“, weil die Mitglieder immer weniger werden und die Bereitschaft, sich in der Freizeit ehrenamtlich zu engagieren, sinkt.

„Aus diesem Grund finden alle zwei Jahre in den Landkreisen die Ehrenamtsmessen statt“, berichtet der Quickborner Projektleiter Rainer Ronke, der aus den Messen jedoch ein Fazit zog, das ihn zu weiteren Überlegungen veranlasst hat: „Wir haben nach den Veranstaltungen die Aussteller gefragt, ob und wie erfolgreich das Werben um Mitstreiter tatsächlich gewesen ist. Leider mussten wir feststellen, dass sich aus den Messen nur sehr selten ein Zuwachs an Freiwilligen ergeben hat.“

Also beschloss Ronke, das Thema in einer Diskussionsrunde aufzugreifen: Wie gewinnt man Mitstreiter? Wie kommen die Interessierten zu ihren Aufgaben?Wie kommen die Aufgaben zu den Akteuren? Welche Aktionen waren erfolgreich – und welche nicht?

„Wir erwarten zu der Diskussionsrunde Menschen, die im ehrenamtlichen Umfeld tätig sind und erfolgreich rekrutieren und auch solche, die berichten, was nicht funktioniert hat“, so Ronke. Eingeladen wurden 240 Personen aus dem Kreis Pinneberg. Etwa 40 haben bislang zugesagt. Teilnehmen könne jedoch jeder, der sich für das Thema interessiere.

Problem der längeren Schulzeit

Klar sei indes, dass – wie auch bei den Vereinen – die Verlängerung der täglichen Schulzeit dazu geführt habe, dass Schüler am Nachmittag keine oder nur wenig Zeit für ein Ehrenamt hätten. „Und auch Lehrer, die sich früher noch für Vereine oder Verbände engagiert haben, können das jetzt nicht mehr leisten“, weiß Ronke aus Erfahrung.

Auch die Tatsache, dass einige Ehrenamtler „sehr eigenwillig“ seien, mache es nicht einfacher, neue Mitglieder zu gewinnen. Dennoch erhofft sich Ronke einen „lebendigen Abend mit hilfreichem Erfahrungsaustausch“.

Ronke und seine Mitstreiter Wolfgang Heckmann und Ute Algier organisieren das Forum bereits zum dritten Mal. „Wir sind wohl die Einzigen in Schleswig-Holstein, die das als Privatleute machen“, sagt Ronke. Seine Motivation: „Ich mache das aus Pflichtbewusstsein und Leidenschaft.“

Termin: Freitag, 27. Februar, 18 bis 20 Uhr Ort: Kreisverwaltung Elmshorn, Kurt Wagener-Straße 11, Sitzungsraum Rosengarten - Arboretum (erdgeschoss) Anfahrt: Von der Lise-Meitner-Straße links auf die Kurt-Wagener-Straße abbiegen, Parkplätze sind hinter der Rechtskurve.
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