zur Navigation springen

Jahrbücher, Archiv und Chronik : Wie ein Heimatverein die Geschichte des Ortes festhalten will

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Borstel-Hohenradener Heimatverein will die Geschichte des Ortes dokumentieren. Unterstützung der Bürger erwünscht.

Borstel-Hohenraden | Jahrbücher, ein eigenes Archiv und langfristig vielleicht sogar eine Chronik – der Heimatverein Borstel-Hohenraden hat sich für die Zukunft einiges vorgenommen. Der Tod des langjährigen Vorsitzenden Joachim Becker war zwar im vergangenen Jahr ein Schock für die fast 40 Mitglieder. Seine Arbeit wird aber mit großem Engagement weitergeführt. Den Posten des Vorsitzenden hat inzwischen Hans-Hinrich Gätgens übernommen. Stellvertretender Vorsitzender ist weiterhin Rolf Latusseck.

„Wir haben uns neu aufgestellt“, sagt Latusseck. Der Heimatverein geht personell und inhaltlich neue Wege, hält aber auch am Bewährten fest. So bringt der Verein den Kindern der Grundschule auch in Zukunft die Landwirtschaft nahe. Kartoffeln anpflanzen, Apfelbäume abernten, Unkraut bekämpfen, Kürbisse verarbeiten – seit 2011 zeigen die Mitglieder den Schülern, dass man Nahrung nicht nur im Supermarkt kaufen kann. Um das zu ermöglichen, wurde von der Gemeinde ein Grundstück gepachtet. „Wir bringen den Kindern etwas über die Natur bei“, berichtet Latusseck.

Ein weiterer Schwerpunkt wird in Zukunft die Aufarbeitung der Dorfgeschichte sein. Ein Thema, das Mitglied Hella Kirfel besonders am Herzen liegt. „Archivieren und dokumentieren gehört zu den Aufgaben eines Heimatvereins“, sagt sie. Langfristiges Ziel sei die Erstellung einer Dorfchronik. Dieses Projekt werde gerade angeschoben. So hat der Verein damit begonnen, Erinnerungen an die Borstel-Hohenradener Geschichte zu sammeln. In der Schule wurden beispielsweise alte Schriftstücke aus den vergangenen Jahrzehnten gefunden.

Dokumente und alte Fotos werden gesucht

Kirfel und ihre Mitstreiter setzen auf die Unterstützung der Borstel-Hohenradener Bürger. Dokumente, alte Fotos − alles ist willkommen. Um die historischen Schätze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wünscht sich der Verein ein eigenes Archiv. Da die Gemeinde ein Dorfgemeinschaftshaus errichtet, hofft Kirfel, dass dort auch ein Raum für den Heimatverein eingeplant wird. Ein Archiv ermöglicht aus ihrer Sicht nicht nur Alteingesessenen, in Erinnerungen zu schwelgen. Auch Neubürger könnten so einiges über ihre neue Heimat erfahren. „Wir wollen die Entwicklung vom Bauerndorf zur Wohngemeinde darstellen“, erklärt Werner Moeller. Der frühere Borstel-Hohenradener Bürgermeister ist ebenfalls Mitglied des Heimatvereins und unterstützt Kirfel. Auch aktuelle Ereignisse will der Verein festhalten. „Eines unserer Nahziele ist es, Jahrbücher zu erstellen“, berichtet sie. Aktuelle Politik, das Borstel-Hohenradener Vereinsleben, Richtfeste – darin soll alles dokumentiert werden, was im Ort passiert.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 03.Apr.2017 | 14:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen