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Pinneberger Tageblatt

26. Mai 2017 | 09:42 Uhr

Wie attraktiv ist Pinnebergs City?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Beteiligung Schülervertreter und Jugendbeirat organisieren Umfrage an Schulen / Jugendliche wollen sich künftig stärker einbringen

Sie wollen mitreden und mitgestalten: 14 Schüler haben sich am Donnerstagnachmittag in der Johannes-Brahms-Schule getroffen. Nicht etwa, um Vektorrechnung zu verstehen, oder Schillers Räuber zu lesen, sondern um über aktuelle Themen in Pinneberg zu sprechen. Gemeinsam mit der Stadt und der Wirtschaftsgemeinschaft starten die Vertreter der Schulen und des Kinder- und Jugendbeirats (KJB) eine Umfrage in den Schulen: Wie attraktiv ist die Innenstadt?

Abgefragt werden Besuchszeiten und Wünsche. Im Fragebogen werden die Jugendlichen außerdem gebeten, aufzuschreiben, was ihnen außer Geschäften noch fehlt. Der Startschuss fällt heute. Die Schülervertretungen verteilen die Zettel in den Klassen – und hoffen auf großen Rücklauf. „Es gibt 3500 Schüler in der Sekundarstufe eins und zwei in Pinneberg, aber die Innenstadt besuchen sie nur wenig. Wir wollen sie wieder zum Anlaufpunkt für die junge Zielgruppe machen“, sagt Valentin Kraner (16) vom KJB. Die City würde attraktiver für junge Menschen und die Händler profitierten ebenfalls – „eine Hand wäscht die andere“, sagt Kraner.

Ein Arbeitskreis aus Wirtschafts- und Verwaltungsvertretern samt der Bürgermeisterin beschäftigt sich seit längerem mit der Innenstadt. Jetzt sitzen auch die Jugendlichen mit im Boot. Pinnebergs Jugendpfleger Raimund Bohmann zeigt sich begeistert davon, dass sie mit eingebunden werden. „Das fördert das politische Denken im kommunalen Sinne“, sagt Bohmann. „Die Erwachsenen, die die Welt gestalten, haben andere Bedürfnisse und Perspektiven. Die jungen Menschen leben aber noch viel länger in der geschaffenen Realität“, sagt er. Die Realität – sie ist für viele Schüler aufgrund der Schulbausanierung laut und dreckig. Ein Mammutprojekt, dessen Entwicklung auch die Schüler sehr genau verfolgen.


Mitreden bei der Schulsanierung


Das wurde am Donnerstagnachmittag deutlich. Heiner Koch, im Rathaus verantwortlich für Schulen, nahm sich Zeit, um über die Fortschritte an jeder einzelnen Schule zu berichten. Aufmerksam verfolgten die Jugendlichen seine Ausführungen. Danach stellten sie Fragen. Joshua Fock von der Grund- und Gemeinschaftsschule, der der Schülervertretungskonferenz, die es erst seit ein paar Monaten gibt, vorsitzt, merkte an: „Wir haben ja doch eine andere Sicht als unsere Eltern.“ Ihr Urteil fällt an diesem Nachmittag positiv aus: Es gehe anscheinend voran, das sei gut, sagen sie an Koch gewandt. Dennoch betont Fock an seine Mitschüler gerichtet: „Wichtig ist, dass ihr den Mund aufmacht und mitbestimmt. Letztendlich ist der Schulhof für uns und nicht für die Lehrer oder Eltern. Koch sagt zu, mehr darauf zu achten, dass die Schüler beteiligt werden. Während der achten Stadtschülervertretungskonferenz entstand der Eindruck, sie wollten dieses auch einlösen.

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erstellt am 13.Mai.2017 | 10:46 Uhr

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