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Pinneberger Tageblatt

22. August 2017 | 21:04 Uhr

Pinneberg : „Westumgehung kein Opferlamm“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Anhänger des Baus einer Pinneberger Westumgehung appellieren an die Politik, trotz desaströser Finanzlage an dem Millionen-Projekt festzuhalten. Der Bau der Straße, die Pinnebergs Innenstadt vom Verkehr entlasten und neue Gewerbegebiete erschließen soll, wird seit Jahrzehnten diskutiert.

Kein Geld. Marode Schulen. Ein Haushalt, der auf tönernen Füßen stehen wird. Pinnebergs Finanzklemme diktiert die politische Diskussion. Nun melden sich die Mitglieder des Vereins „Westumgehung Jetzt“ zu Wort. Der Bau der Straße dürfe keinesfalls in Frage gestellt werden.

„Bei allem Verständnis für die Verärgerung von Eltern über Versäumnisse bei der Instandhaltung von Schulen darf die Westumgehung nicht zum Opferlamm erhoben werden“, sagt Uwe Kleinig. Die Straße werde dringend benötigt, um zusätzliche Gewerbegebiete ausweisen zu können. Nur auf diesem Wege seien Steuereinnahmen zu generieren. Nur so könne die desolate Finanzlage der Kreisstadt verbessert werden.

„Wäre die Umgehung nicht mit zum Teil aberwitzigen Argumenten der Gegner solange verhindert worden, wäre sie schon da – und würde ihren Teil zur Sanierung des Haushalts beitragen“, sagt Kleinig, der sich seit Jahren bei den Anhängern des Bauprojekts engagiert. Für ihn ist klar, dass die Hoffnungen tausender Menschen aus Pinneberg, die sich eine erhebliche Entlastung des innerstädtischen Verkehrs wünschen, weiterhin ernst genommen werden müssen. Die in den vergangenen Jahren stark gestiegene Belastung an Elmshorner Straße, Hochbrücke, Mühlenstraße, Berliner Straße, Damm und Thesdorfer Weg habe die Grenze des erträglichen erreicht. „Diese Straßenzüge sind übrigens auch wichtige Pinneberger Schulwege, auf denen die Sicherheit der Kinder aktuell nicht gerade zum Besten gestellt ist“, so Kleinig. Nach Jahren des Wartens dürfe dieses Projekt trotz maroder Schulen und knapper Kassen nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. Im Übrigen dürfe nicht vergessen werden, dass die erheblichen Fördergelder des Landes für die Westumgehung zweckgebunden seien. „Die zu verschenken, wäre schon mehr als grob fahrlässig“, so Kleinig.
 

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erstellt am 01.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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