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Werkleiterin-Rauswurf: Friedhofsverband spricht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

von
erstellt am 08.Mai.2017 | 17:11 Uhr

Der Rauswurf der Pinneberger Werkleiterin Silkata Sahin-Adu zieht weite Kreise. Jetzt äußert sich auch der Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands (VFD). Wegen einer angeblich nicht genehmigten 160-Euro-Fortbildung hat die Ex-Bauhof-Chefin ihren Job verloren. Sie besuchte ein Fachseminar zum Thema Friedhof.

Zu der Bedeutung dieser Seminare meldete sich nun Herbert Schneider, stellvertretender Bundesvorsitzender des VFD, aus Lahr zu Wort. „Unser Verband besteht nunmehr seit über 100 Jahren. Geggründet wurde er 1903. Wir sind in Deutschland die einzige Interessensvertretung der kommunalen und kirchlichen Friedhofsträger, die Weiterbildungsseminare zu den verschiedensten Themen und aktuellen Fachfragen rund um das vielseitige Tätigkeitsfeld Bestattungskultur anbietet“, so Schneider. Der VFD berate, informiere, fördere und bilde seine Mitglieder fort. Er vertrete die Interessen von insgesamt knapp 18  000 Friedhöfen in Deutschland, verteilt auf elf Landesverbände.

„Die Stadt Pinneberg ist seit 1942, nunmehr 75 Jahre, dem Zeitpunkt ihrer ersten Bestattung auf dem Pinneberger Stadtfriedhof, Mitglied im Verband und hat an den Verbandsseminaren und den angebotenen Fortbildungen häufig teilgenommen. Dieses insbesondere in den letzten 15 Jahren“, führt er aus. Der Grund liege darin, dass die Bestattungskultur und die entsprechenden Landesgesetze sich in Deutschland und im benachbarten Ausland der Friedhöfe gravierend verändert hätten.

In den vergangenen 15    Jahren habe es größere Veränderungen, als in 50 Jahren zuvor gegeben. Der Beratungsbedarf und Verantwortungsrahmen auch aus grünpolitischer Sicht sei weitreichend. Schneider: „Diese massiven Veränderungen haben dazu geführt, dass etwa 90 Prozent aller Friedhöfe zum Teil erhebliche Defizite in der Bewirtschaftung“ aufweisen.“ Besonders die Einführung der doppelten Buchführung und die ständig steigenden Anforderungen an eine nachvollziehbare Gebührenkalkulation auf vielen Friedhöfen habe dieses deutlich gemacht. Die Folge: „Den Friedhöfen brechen in erheblichem Maße die Einnahmen weg, die Kosten steigen. Dieses lässt sich am Beispiel des Pinneberger Stadtfriedhofes ebenfalls deutlich ablesen.“ Um dem gegenzusteuern, biete der VFD Hilfestellungen in Form von Fachbeiträgen an. „Diese betreffen insbesondere Themen zu Gebührenkalkulation und Themen zur Wirtschaftlichkeit der Friedhöfe. Die Seminare des VFD werden sehr stark von den kirchlichen und kommunalen Trägern nachgefragt, da die Referenten als anerkannte Experten gelten.“ Die Teilnahme an den Seminaren und Fachvorträgen würden sowohl von Friedhofsleitern als auch von Leitern eigenständiger Einrichtungen wahrgenommen, die ihre Informationen im Alltag anwenden und damit die Wirtschaftlichkeit ihrer Friedhöfe steigern könnten.

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