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Berufsinformationstag in Pinneberg : Werben um Bewerber

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz: 30 Unternehmen präsentieren sich am 9. September rund um das Pinneberger Rathaus.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Erfreuliche Aussichten für jetzige und zukünftige Schulabsolventen in Pinneberg und Umgebung: Die Chancen auf einen interessanten und bedürfnisgerechten Ausbildungsplatz sind so gut wie seit Jahren nicht – sie müssen allerdings auch genutzt werden. Das betonen die Organisatoren des diesjährigen Pinneberger Berufsinformationstags (BIT), der alle Interessierten am kommenden Montag, 9. September, in die Kreisstadt lockt.

Bereits zum fünften Mal erhalten Regional-, Gymnasial- und Gemeinschaftsschüler der Jahrgangsstufen acht bis 13 aus Pinneberg, aber auch aus Halstenbek und Rellingen, die Gelegenheit, sich stressfrei und entspannt über mögliche Berufsfelder und potenzielle Arbeitgeber zu informieren. „Kinder und Jugendliche sind die Zukunft. Ihnen wollen wir eine Orientierung auf den Weg geben, so dass sie fundiert Entscheidungen treffen können“, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg.

Von 10 bis 16 Uhr stehen für diesen Zweck im und um das Pinneberger Rathaus 30 Aussteller bereit, um die Fragen der angehenden Azubis zu beantworten. Von der Arbeitsagentur über Krankenkassen, Handwerks- und Industriebetriebe, Reisebüros, Versicherungen, den Stadtwerken bis hin zu Polizei und Zoll ist alles vertreten. Die Bundeswehr wird auf dem Drosteivorplatz ihren Ausbildungstruck aufstellen. Der Stand der Arbeitsagentur bietet Beratungsgespräche, verschiedene Testverfahren und einen berufspsychologischen Service an. „Eine bessere Informationsmöglichkeit als die Messe gibt es nicht“, so Steinberg.

Entsprechend hoch ist die Nachfrage: Die im Vorfeld angeschriebenen Schulen bekundeten starkes Interesse. Vormittags kommen die Schulklassen, nachmittags sollen dann die Eltern mit ihren Kindern vorbeischauen, denn sie seien „die Sozialagenten Nummer eins“, so Berufsberater Siegfried Walther. „Auch Eltern sind gefordert, ihre Kinder mal zu schubsen“, ergänzt Claudia Patt von der Wirtschaftsgemeinschaft Pinenberg. Dies gelte insbesondere für Praktika, für die man sich bei den Betrieben auf der Messe bewerben kann. Freiwillige Praktika seien bei Arbeitgebern gern gesehen und sehr vorteilhaft, erläuterte Steinberg. Und weiter: „Jugendliche sollten die Chance nutzen, Ferienpraktika zu machen, am besten zwei oder drei Jahre in Folge.“

Allerdings sollten Schüler und Eltern bei der Karriereplanung gelassen bleiben. „Was ich immer wieder feststelle: Die Jugendlichen setzen sich gewaltig unter Stress“, so Walther. Doch so viel Druck müsse nicht sein. Jugendliche bräuchten Zeit, um sich zu entwickeln und dürften dabei auch die Freude am Lernen nicht verlieren. Abiturienten rät der Berufsberater zudem, die Gedanken nicht nur auf ein Studium zu konzentrieren. Nicht zuletzt durch die doppelten Abitur-Jahrgänge in Nordrhein-Westfalen sei der Numerus Clausus für alle Studienfächer deutlich gestiegen, was den Zugang zur Universität teils erheblich erschwere – ein Zustand, der bis 2017, vielleicht sogar bis 2020 anhalten könne, so Walther. Um nicht mit leeren Händen dazustehen, gebe es für Abiturienten durchaus hochwertige und anerkannte Ausbildungen wie etwa den zur Bankkauffrau oder zum Industriekaufmann. Zudem habe gerade der Kreis Pinneberg viele Betriebe mit dualem Ausbildungsangebot.

Übrigens hat auch die Stadtverwaltung Pinneberg zum 1. August 2014 sechs Ausbildungsplätze zu vergeben. Die Abgabefrist der Bewerbungen wurde extra bis zum Berufsinformationstag am 9. September verlängert.

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