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Pinneberger Tageblatt

20. August 2017 | 17:51 Uhr

Tangstedt : Wer wird neuer Bürgermeister?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Tangstedter Gemeindevertreter wählen am 22. April neues Dorfoberhaupt. Geplanter Generationswechsel ist gescheitert.

Pinneberg | Bereits vor der Kommunalwahl 2013 kündigte der Tangstedter Bürgermeister Detlef Goos (FDP) an, dass er – sollte er in seinem Amt bestätigt werden – aus Altersgründen nur die Hälfte der Wahlperiode zur Verfügung stehe. Konsequenterweise legte Goos jetzt mit Wirkung zum Donnerstag, 23. April, sein Amt nieder. In der für Mittwoch, 22. April, angesetzten Sitzung der Gemeindevertretung (20 Uhr, Sellhorns Gasthof, Dorfstraße 118), steht die Neuwahl an. Doch diese gestaltet sich schwieriger als gedacht.

„Mein Plan war eigentlich, einen Generationswechsel herbeizuführen“, sagt Goos im Gespräch mit dieser Zeitung. Doch dieser Wunsch kann wohl nicht umgesetzt werden. Wie die FDP-Fraktion in einem am Wochenende verteilten Flugblatt mitteilt, tritt als einziger Kandidat Manfred Majuntke (FDP) an. „Aus der CDU-Fraktion hat deren Vorsitzender Hermann Ahrens erklärt, dass er für den Fall kandidieren wird, dass er eine Mehrheit hinter sich erwarten kann“, heißt es weiter in der Hauswurfsendung.

Aus der SPD-Fraktion kandidiere niemand, die Sozialdemokraten hätten jedoch erklärt, dass sie weder die Kandidatur von Majuntke noch von Ahrens unterstützen würden. „Damit hängt eine erfolgreiche Bürgermeisterwahl vom eventuell abweichenden Wahlverhalten einzelner Gemeindevertreter im zweiten Wahlgang ab“, wird in dem Schreiben erklärt.

Sollte auch im zweiten Wahlgang keine absolute Mehrheit erreicht werden, ist die Wahl – sofern nur ein Bewerber zur Verfügung steht – gescheitert und die Geschäfte werden von der Stellvertreterin Henriette Krohn (CDU) und vom zweiten Stellvertreter Matthias Meier (SPD) geführt. Die Wahl wird dann in der nächsten Sitzung der Gemeindevertreter erneut anberaumt. Sollte auch dann kein Bürgermeister gewählt werden, führen weiterhin die Stellvertreter die Geschäfte – es sei denn, beide treten zurück. Dann müsste die Kommunalaufsicht des Kreises bis zur nächsten Kommunalwahl einen Beauftragten bestellen.

1. Wahlgang: Die Wahl bedarf der Mehrheit von mehr als der Hälfte der Stimmen (absolute Mehrheit). In Tangstedt sind das sieben Stimmen. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, kommt der 2. Wahlgang: Abgestimmt wird über dieselben Personen. Auch hier ist die absolute Mehrheit erforderlich. Tritt nur ein Kandidat an, der die Mehrheit nicht erreicht, ist die Wahl gescheitert und muss wiederholt werden. Ein dritter Wahlgang findet statt, wenn mehrere Personen zur Wahl stehen. Die Stichwahl findet mit den zwei Bewerbern statt, die im zweiten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben. Bei dieser Wahl genügt die einfache Mehrheit.
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erstellt am 15.Apr.2015 | 10:00 Uhr

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