zur Navigation springen

Sie haben die Wahl : Wer wird Mensch des Jahres im Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Einmal im Jahr widmen sich der A. Beig-Verlag, Herausgeber Ihrer Zeitung, und sein Partner, der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z), den Menschen im Land, die sich in herausragender Weise ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren. Die mit Leidenschaft für oder gegen etwas einstehen. Die mit ihrem Tun etwas Gutes bewirken möchten. Ganz im Sinne des Wettbewerb-Mottos, dem im Jahr 1950 von Schriftsteller  Erich Kästner veröffentlichten Epigramm mit dem Titel „Moral“: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Mit diesem Werk betonte Kästner die Notwendigkeit des Handelns, wenn man etwas Gutes erreichen will – so wie Gisela Hüllmann aus Tornesch, Heike Bliedung aus Quickborn, Mathias Schmitz aus Schenefeld, Sigrun Klug aus Wedel, Marion Ecke aus Brande-Hörnerkirchen und Jens Jähne aus Elmshorn.

Wer Mensch des Jahres 2015 im Kreis Pinneberg wird, liegt aber nicht in der Hand der beiden Verlage, sondern in der der Leser. Denn diese dürfen darüber abstimmen, welcher der sechs Kandidaten der Redaktion in besonderer Weise gewürdigt werden soll. Es gibt zwei Möglichkeiten, sich an der Aktion zu beteiligen: Rufen Sie bis Sonntagabend, 22. November, für Ihren Favoriten an (für 14 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, aus dem Mobilfunknetz kostet es mehr). Alternativ senden Sie eine SMS mit dem Inhalt „shz beig“ und der zweistelligen Kandidatennummer an die Nummer 42020 (Kosten sind tarifabhängig). Wer gewinnt, nimmt am Landesentscheid teil.

Marion Ecke kämpft gegen Fracking: Aufgeschreckt wurde Marion Ecke im Juni 2014. Während einer Info-Veranstaltung der Freien Wählergemeinschaft erfuhr sie, dass in der beschaulichen Gegend rund um ihren Wohnort Brande-Hörnerkirchen stillgelegte Ölfelder erschlossen werden sollten – mittels Fracking. Sie habe es nicht fassen können, sagt Ecke. „Hier gibt es schon ein Zementwerk und Windkraft – und dann sollte noch eine Methode zur Energiegewinnung kommen, die uns zurück in die Vergangenheit bringt.“ Ecke beschloss zu handeln. Gemeinsam mit vier Mitstreitern gründete sie im August 2014 die Bürgerinitiative (BI) „Frackingsfreies Auenland“. Nach kurzer Zeit war die Zahl der Mitglieder auf 60 gestiegen, und der Protest nahm Form an. Mit Hilfe von Info-Abenden, Flyern und weiteren Aktionen rüttelte die Initiative die Bürger auf. Ende Juli dieses Jahres stoppte die Firma PRD Energy, die in der Region nach Erdöl suchen wollte, all ihre Aktivitäten in Deutschland. Doch die Initiative macht weiter. „Wir wollen den Tourismus in der Region stärken und uns um die Folgen der alten Bohrlöcher kümmern“, sagt Ecke.
Marion Ecke kämpft gegen Fracking: Aufgeschreckt wurde Marion Ecke im Juni 2014. Während einer Info-Veranstaltung der Freien Wählergemeinschaft erfuhr sie, dass in der beschaulichen Gegend rund um ihren Wohnort Brande-Hörnerkirchen stillgelegte Ölfelder erschlossen werden sollten – mittels Fracking. Sie habe es nicht fassen können, sagt Ecke. „Hier gibt es schon ein Zementwerk und Windkraft – und dann sollte noch eine Methode zur Energiegewinnung kommen, die uns zurück in die Vergangenheit bringt.“ Ecke beschloss zu handeln. Gemeinsam mit vier Mitstreitern gründete sie im August 2014 die Bürgerinitiative (BI) „Frackingsfreies Auenland“. Nach kurzer Zeit war die Zahl der Mitglieder auf 60 gestiegen, und der Protest nahm Form an. Mit Hilfe von Info-Abenden, Flyern und weiteren Aktionen rüttelte die Initiative die Bürger auf. Ende Juli dieses Jahres stoppte die Firma PRD Energy, die in der Region nach Erdöl suchen wollte, all ihre Aktivitäten in Deutschland. Doch die Initiative macht weiter. „Wir wollen den Tourismus in der Region stärken und uns um die Folgen der alten Bohrlöcher kümmern“, sagt Ecke.
Gisela Hüllmann kämpft für mehr Bahnhalte: Was Politik und Verwaltung über Jahre nicht hinbekommen haben, hat sie erreicht: mehr Zughalte für Tornesch. Die 58-jährige Gisela Hüllmann aus Tornesch kämpft mit ihrer Bürgerinitiative „Dorfbahnhof – Nein Danke!“ für bessere Verbindungen. Mit Erfolg. Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) hat sechs weitere Züge zwischen Tornesch und Hamburg  am Rande der Hauptverkehrszeiten in Aussicht gestellt. Als Hüllmanns Sohn vor etwa eineinhalb Jahren mit der Bahn fahren wollte, war der Zug in Tornesch so überfüllt, dass viele Menschen nicht mehr zusteigen konnten. Da reichte es ihr und sie wurde aktiv. 13.000 Unterschriften hat sie mit 13 Mitstreitern gesammelt.
Hüllmann will trotz Etappensieg weiterkämpfen für Pendler, Schüler und andere Bahnreisende. Sie selbst nutzt die Bahn nur selten. „Ich fahre lieber Fahrrad“, sagt sie. Besonders wichtig sei Hüllmann dabei eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Unternehmen, die für den Zugverkehr zuständig sind. „Alles andere entspricht auch nicht meiner Persönlichkeit.“
Gisela Hüllmann kämpft für mehr Bahnhalte: Was Politik und Verwaltung über Jahre nicht hinbekommen haben, hat sie erreicht: mehr Zughalte für Tornesch. Die 58-jährige Gisela Hüllmann aus Tornesch kämpft mit ihrer Bürgerinitiative „Dorfbahnhof – Nein Danke!“ für bessere Verbindungen. Mit Erfolg. Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) hat sechs weitere Züge zwischen Tornesch und Hamburg am Rande der Hauptverkehrszeiten in Aussicht gestellt. Als Hüllmanns Sohn vor etwa eineinhalb Jahren mit der Bahn fahren wollte, war der Zug in Tornesch so überfüllt, dass viele Menschen nicht mehr zusteigen konnten. Da reichte es ihr und sie wurde aktiv. 13.000 Unterschriften hat sie mit 13 Mitstreitern gesammelt. Hüllmann will trotz Etappensieg weiterkämpfen für Pendler, Schüler und andere Bahnreisende. Sie selbst nutzt die Bahn nur selten. „Ich fahre lieber Fahrrad“, sagt sie. Besonders wichtig sei Hüllmann dabei eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Unternehmen, die für den Zugverkehr zuständig sind. „Alles andere entspricht auch nicht meiner Persönlichkeit.“
Heike Bliedung ist die Mutter der „Spiel-i-othek“: Die „Spiel-i-othek“ bietet Kindern und Jugendlichen seit mehr als  40Jahren in Quickborn einen Ort zum Spielen. Die Vorsitzende Heike Bliedung, 1941 geboren, gehört zum Gründungsteam und wirkte maßgeblich  am Aufbau dieser gemeinnützigen Einrichtung mit. Jahrelang  war die Bilanzbuchhalterin für die Vereinskasse zuständig. In einer schwierigen personellen Lage übernahm sie 2009 den Vorsitz des Vereins. Mit ihrem Erfahrungsschatz und ihrer Gradlinigkeit  gelang es ihr, das Vorstandsteam stets zu motivieren und neue Helfer zu gewinnen. 2014 nutzten mehr als 2000 Besucher, davon zirka 1450 Kinder und Jugendliche, die Spiele-Ausleihe. Besonders das Interesse für neue Großspiele nehme ständig zu, beobachtete Bliedung. Diese würden auf Fachmessen nach gründlicher Prüfung eingekauft. So profitieren auch Kindergeburtstage und Familienfeiern von ihrem ehrenamtlichen Einsatz. Kaum verwunderlich also, dass die Quickborner Verwaltung und die Politik   den Umzug der „Spiel-i-othek“ in neue und zentrale Räume unterstützt.
Heike Bliedung ist die Mutter der „Spiel-i-othek“: Die „Spiel-i-othek“ bietet Kindern und Jugendlichen seit mehr als 40Jahren in Quickborn einen Ort zum Spielen. Die Vorsitzende Heike Bliedung, 1941 geboren, gehört zum Gründungsteam und wirkte maßgeblich am Aufbau dieser gemeinnützigen Einrichtung mit. Jahrelang war die Bilanzbuchhalterin für die Vereinskasse zuständig. In einer schwierigen personellen Lage übernahm sie 2009 den Vorsitz des Vereins. Mit ihrem Erfahrungsschatz und ihrer Gradlinigkeit gelang es ihr, das Vorstandsteam stets zu motivieren und neue Helfer zu gewinnen. 2014 nutzten mehr als 2000 Besucher, davon zirka 1450 Kinder und Jugendliche, die Spiele-Ausleihe. Besonders das Interesse für neue Großspiele nehme ständig zu, beobachtete Bliedung. Diese würden auf Fachmessen nach gründlicher Prüfung eingekauft. So profitieren auch Kindergeburtstage und Familienfeiern von ihrem ehrenamtlichen Einsatz. Kaum verwunderlich also, dass die Quickborner Verwaltung und die Politik den Umzug der „Spiel-i-othek“ in neue und zentrale Räume unterstützt.
Sigrun Klug steht für Ältere, Kranke und Häftlinge ein: Bundespräsident Joachim Gauck hat es  schon gewürdigt: das unermüdliche ehrenamtliche Engagement der Wedelerin Sigrun Klug. 2014 lud er sie zum Sommerfest aufs Schloss Bellevue ein. Verdient hat sich Klug diese Anerkennung unter anderem mit ihrem Einsatz für den Wedeler Seniorenbeirat. Seit 2008 steht sie dem Gremium vor und kämpft  für die Interessen von älteren Menschen in der Rolandstadt. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und schreckt auch nicht vor öffentlicher Kritik an teuren Bauprojekten zurück, wenn sie mit dem Geld lieber löchrige Straßen geflickt wüsste. Seit vielen Jahren ist die Medizinerin Klug als Anstaltsbeirätin im Hamburger Untersuchungsgefängnis tätig. Dort vermittelt sie zwischen Anstaltsleitung und Insassen. Gleichzeitig assistiert sie dem Bewohnerbeirat des Othmarschener Demenzpflegeheims Fallen Anker und arbeitet im Beirat der Wedeler Seniorenresidenz Heinrich Gau. Auch auf persönlicher Ebene gibt Klug jeden Tag alles – in der  Betreuung einer pflegebedürftigen alten Dame.
Sigrun Klug steht für Ältere, Kranke und Häftlinge ein: Bundespräsident Joachim Gauck hat es schon gewürdigt: das unermüdliche ehrenamtliche Engagement der Wedelerin Sigrun Klug. 2014 lud er sie zum Sommerfest aufs Schloss Bellevue ein. Verdient hat sich Klug diese Anerkennung unter anderem mit ihrem Einsatz für den Wedeler Seniorenbeirat. Seit 2008 steht sie dem Gremium vor und kämpft für die Interessen von älteren Menschen in der Rolandstadt. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und schreckt auch nicht vor öffentlicher Kritik an teuren Bauprojekten zurück, wenn sie mit dem Geld lieber löchrige Straßen geflickt wüsste. Seit vielen Jahren ist die Medizinerin Klug als Anstaltsbeirätin im Hamburger Untersuchungsgefängnis tätig. Dort vermittelt sie zwischen Anstaltsleitung und Insassen. Gleichzeitig assistiert sie dem Bewohnerbeirat des Othmarschener Demenzpflegeheims Fallen Anker und arbeitet im Beirat der Wedeler Seniorenresidenz Heinrich Gau. Auch auf persönlicher Ebene gibt Klug jeden Tag alles – in der Betreuung einer pflegebedürftigen alten Dame.
Mathias Schmitz ist die gute Seele der Tafel in Schenefeld: Eigentlich wollte  Mathias Schmitz vor drei Jahren „nur ein paar Kisten schleppen“ und etwas finden, was er nach dem Berufsleben machen kann. Also ging er zu einem Treffen, bei dem es um die Gründung der Schenefelder Tafel ging. „Ich suchte etwas, wo ich schlicht mitanpacken kann“, sagt Schmitz. Kurzer Hand wurde der 65-Jährige Vorsitzender. Inzwischen hat der Verein 230 Mitglieder, von denen 90 aktiv mitwirken und wöchentlich bis zu 270 Kunden versorgen. Schmitz gehe es vor allem darum, dass ein guter Team-Prozess gepflegt wird. „Ich will nicht Recht haben, ich will etwas bewirken“, sagt er. Jedem Teammitglied sei klar: Es kommt auf jeden Einzelnen an. Schmitz will motivieren. Er erinnert seine Mannschaft immer wieder daran, dass sie alles, was sie tun, freiwillig machen. Seine eigene Motivation, sich im Ruhestand zu engagieren: Der Schenefelder konnte es sich nicht vorstellen, einfach nur auf dem Sofa zu sitzen und Fernsehen zu schauen. Viel Zeit dafür bleibt Schmitz dazu nun auch nicht, da er sich mit Leib und Seele für die Tafel engagiert.
Mathias Schmitz ist die gute Seele der Tafel in Schenefeld: Eigentlich wollte Mathias Schmitz vor drei Jahren „nur ein paar Kisten schleppen“ und etwas finden, was er nach dem Berufsleben machen kann. Also ging er zu einem Treffen, bei dem es um die Gründung der Schenefelder Tafel ging. „Ich suchte etwas, wo ich schlicht mitanpacken kann“, sagt Schmitz. Kurzer Hand wurde der 65-Jährige Vorsitzender. Inzwischen hat der Verein 230 Mitglieder, von denen 90 aktiv mitwirken und wöchentlich bis zu 270 Kunden versorgen. Schmitz gehe es vor allem darum, dass ein guter Team-Prozess gepflegt wird. „Ich will nicht Recht haben, ich will etwas bewirken“, sagt er. Jedem Teammitglied sei klar: Es kommt auf jeden Einzelnen an. Schmitz will motivieren. Er erinnert seine Mannschaft immer wieder daran, dass sie alles, was sie tun, freiwillig machen. Seine eigene Motivation, sich im Ruhestand zu engagieren: Der Schenefelder konnte es sich nicht vorstellen, einfach nur auf dem Sofa zu sitzen und Fernsehen zu schauen. Viel Zeit dafür bleibt Schmitz dazu nun auch nicht, da er sich mit Leib und Seele für die Tafel engagiert.
Jens Jähne fördert das kulturelle Leben Elmshorns: Er ist die treibende Kraft hinter dem Freundeskreis Knechtsche Hallen in Elmshorn: Als Vorsitzender des Vereins  hat Jens Jähne  mit seinem Team dafür gesorgt, dass der denkmalgeschützte Industrie-Komplex in der City innerhalb kürzester Zeit zur regional aufstrebenden Adresse für Kultur, Kommunikation und Lebensart geworden ist. Nach Abitur und Zivildienst absolvierte Jähne eine Ausbildung zum Krankenpfleger, studierte danach Jura. Seit 2001 ist er Fachanwalt für Arbeitsrecht. Neben seinem Job betätigt sich Jähne seit vielen Jahren ehrenamtlich. Er war von 1997 bis 2012 Vorsitzender des Fördervereines Wendepunkt, der Anlauf- und Beratungsstelle für kindliche und jugendliche Opfer sexuellen Missbrauchs. In diesem Zusammenhang organisierte er bis 2012 in seinem Kanzleigarten einen Benefiz-Blues-Frühschoppen, dessen Erlös dem Wendepunkt zufloss. Seit Anfang 2014 ist Jähne Vorsitzender des Freundeskreises Knechtsche Hallen. Dort gibt es nun regelmäßig musikalische Veranstaltungen, Kunstausstellungen, ein Repair-Café, Kunsthandwerk, Vorträge, Urban Gardening und sogar Kinoaufführungen.
Jens Jähne fördert das kulturelle Leben Elmshorns: Er ist die treibende Kraft hinter dem Freundeskreis Knechtsche Hallen in Elmshorn: Als Vorsitzender des Vereins hat Jens Jähne mit seinem Team dafür gesorgt, dass der denkmalgeschützte Industrie-Komplex in der City innerhalb kürzester Zeit zur regional aufstrebenden Adresse für Kultur, Kommunikation und Lebensart geworden ist. Nach Abitur und Zivildienst absolvierte Jähne eine Ausbildung zum Krankenpfleger, studierte danach Jura. Seit 2001 ist er Fachanwalt für Arbeitsrecht. Neben seinem Job betätigt sich Jähne seit vielen Jahren ehrenamtlich. Er war von 1997 bis 2012 Vorsitzender des Fördervereines Wendepunkt, der Anlauf- und Beratungsstelle für kindliche und jugendliche Opfer sexuellen Missbrauchs. In diesem Zusammenhang organisierte er bis 2012 in seinem Kanzleigarten einen Benefiz-Blues-Frühschoppen, dessen Erlös dem Wendepunkt zufloss. Seit Anfang 2014 ist Jähne Vorsitzender des Freundeskreises Knechtsche Hallen. Dort gibt es nun regelmäßig musikalische Veranstaltungen, Kunstausstellungen, ein Repair-Café, Kunsthandwerk, Vorträge, Urban Gardening und sogar Kinoaufführungen.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen