HSV-Kolumne : Wer Pokale sehen will, muss ins Museum

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Unser Autor Lars Zimmermann beschäftigt sich in dieser Woche mit dem Mitgliederentscheid pro HSV plus.

shz.de von
01. Juni 2014, 06:00 Uhr

Die Entscheidung der Mitglieder für die Initiative HSV plus ist ein Hoffnungsschimmer für eine bessere Zukunft der Rothosen. Aber ein Garantieschein für einen Aufschwung ist die Ausgliederung der Profiabteilung nicht. Kurzfristige Erfolge sind, aufgrund der Lücken im Kader, sowieso nicht zu erwarten.

Schließlich ist die Umstrukturierung zwar zwingend notwendig, hat aber dafür gesorgt, dass die Planung praktisch mehrere Monate ruhte. Deshalb wird die Mannschaft im kommenden Jahr kaum stärker als in dieser Spielzeit sein. So bitter es auch klingen mag: Auch in der kommenden Saison ist vermutlich Abstiegskampf angesagt. Platz 13 oder 14 wären schon ein Erfolg. Es ist nur zu hoffen, dass die neuen Macher nicht gleich wieder verdammt werden und die Qualität des Teams realistisch betrachtet wird.

Ansonsten beginnt sofort wieder der Prozess der Selbstzerfleischung und die Aufbruchsstimmung der vergangenen Tage ist nur noch eine schöne Erinnerung.

So bitter es auch ist: Fans, Verein und Medien müssen eine weitere Horrorsaison einkalkulieren und möglichst mit Gleichmut ertragen. Erst 2015 können wieder höhere Tabellenregionen ins Visier genommen werden.

Trotz HSV plus muss jedem klar sein: Wer Pokale sehen will, sollte vorerst lieber in das HSV-Museum anstatt ins Stadion gehen.

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