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Erfolgsprojekt in Tornesch fast ausverkauft : WEP will den Businesspark erweitern

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Geschäftsführung lotet Optionen für zukünftige Gewerbeansiedlung aus, doch die dichte Besiedelung des Kreises führt zu einer Flächenknappheit und steigenden Preisen.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Es ist ein Erfolgsprojekt: Im Tornescher Businesspark sind mittlerweile etwa 30 Unternehmen angesiedelt, einige Baustellen zeugen von künftigen Arbeitsplätzen und bis zum Sommer werden noch drei weitere Spatenstiche erwartet. Das Gewerbegebiet der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg (WEP) wächst seit 1998 und ist jetzt ausverkauft – zumindest fast. Ein Grundstück an der Tornescher Lise-Meitner-Allee ist noch frei, wird aber freigehalten, um ein dahinter gelegenes, weiteres Areal erschließen zu können. Das B-Planverfahren dafür ist bereits eingeleitet.

„Wir wollen erweitern“, sagte WEP-Geschäftsführer Harald Schroers im Gespräch mit dieser Zeitung. „Wir suchen nach Flächenpotenzial, das für künftige Gewerbeansiedlung geeignet ist.“ Zweifelhaft sei, ob das in Tornesch möglich sein wird. Die WEP ist Teil eines breit aufgestellten Bündnisses, das einen Gutachter damit beauftragt hat, solche Möglichkeiten entlang der A 23 und der ehemaligen B 5 auszumachen.

„Der Handlungsdruck für den Kreis Pinneberg ist enorm, um den jetzigen Standard zu halten“, sagte Schroers. Denn die Region ist laut einer deutschlandweiten Untersuchung des Magazins „Focus Money“ an der Spitze Schleswig-Holsteins. Der Platz könnte allerdings schon bald eingebüßt werden. „Wenn wir das Wachstum halten wollen, brauchen wir solche Gebiete wie in Tornesch“, davon sei Schroers überzeugt. Denn um große Unternehmen anzusiedeln, benötige es großer Areale mit guter Infrastruktur. „Von diesen baufertigen Grundstücken gibt es zu wenig im Kreis Pinneberg.“

Die WEP bemühe sich laut dem Geschäftsführer seit Jahren, neue Projekte in der Region anzustoßen. Doch es gebe Hindernisse: „Die dichte Besiedelung des Kreises führt zu einer Flächenknappheit und steigenden Preisen“, sagte Schroers. Doch außer der Finanzierungsschwierigkeiten würden auch bürokratische und wirtschaftliche Risiken lauern. Jedoch sei er von der Idee, weitere Unternehmen mit Investitionspotenzial in den Kreis zu holen, überzeugt: Das oberste Ziel sei Arbeitsplätze zu schaffen – oder zumindest zu erhalten.

Letzteres trifft etwa auch auf die Uetersener Unternehmen Witte Pumps oder Metalltechnik Cornils zu. Deren Umsiedelung in die Nachbarstadt hatte für Zündstoff in der Rosenstadt gesorgt.

Schließlich sind Gewerbegebiete wie der Businesspark sowohl für die Kommunen als auch für den Kreis Pinneberg attraktiv: Die WEP schließt städtebauliche Verträge mit den Gemeinden, übernimmt die Erschließung und Projektentwicklung auf eigene Rechnung. Die Wirtschaftförderungsgesellschaft deckt widerum ihre Kosten durch den Verkauf der Grundstücke. Die Einnahmen durch die Gewerbe-, Lohn- und Einkommenssteuer gehen an die Kommunen – und auch zu 39 Prozent an den Kreis Pinneberg.

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