Wenn sich der Plakat-Wald lichtet

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16. Mai 2013, 01:14 Uhr

KREIS PINNEBERG | Viele Köpfe, Farben und flotte Sprüche: Pünktlich zu den Kommunalwahlen verwandeln sich die Innenstädte im Kreis Pinneberg in bunte Plakat-Wälder. Parteien auf Stimmenfang. Doch können die Plakate Wähler dazu bewegen, politisch nach rechts oder links abzubiegen? Wie gut sind die Kampagnen der bereits im Kreistag vertretenen Parteien? Christoph Graack, Inhaber der Webdesign-Agentur Kompaktdesign, Geschäftsführer vom HP Keller Medienbüro Peter Keller und Mitinhaber von Cocoware IT-Processing Thomas Thiele haben sich durch den Plakat-Wald gekämpft.

"Schaut man auf ein Plakat, sollte der Betrachter innerhalb von drei Sekunden wissen, worum es geht", erklärt Keller. Die zentrale Botschaft sollte aus dem Zusammenspiel von Gestaltung und Text deutlich werden, so dass sie vom Betrachter nach ihrer Plausibilität bewertet werden kann.

"Als Verkaufsargument muss man den Nutzen präsentieren", sagt Graack. "Der Mensch will wissen: Was habe ich davon?" Wahlplakate seien allgemein nicht so die "Werbe-Reißer". Auffallen könne man durchs Aus-der-Reihe-tanzen. Parteien müssten jedoch Seriosität bewahren. "Aber wäre Waschmittelwerbung so aufgebaut, der Hersteller würde Pleite gehen."

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