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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 22:05 Uhr

Halstenbek : Wenn nötig, geht es in den Knast

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kooperation mit Schenefeld: Halstenbeks Hauptausschuss entscheidet über Halbtagsstelle für Knöllchen-Verteiler.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Die Kaufleute in Krupunder sind sauer. Empört über die Dauerparker und Berufspendler, die die zeitlich begrenzten und an der Zahl knappen Parkplätze am S-Bahnhof nutzen. Regelmäßige Kontrollen: negativ. Das soll sich ändern. Stimmen die Mitglieder des Hauptausschusses am Dienstag, 14. Januar, während ihrer Sitzung (19 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses, Gustavstraße) zu, bekommt die "Überwachung des ruhenden Verkehrs" in Halstenbek eine ganz neue Dimension.

Im Fokus: der Nachbar Schenefeld. Vier Jahre Erfahrung, einschlägiges Know-How, routiniertes Personal im Außen- und Innendienst. Die Stadt Schenefeld hat sich bereit erklärt, die Aufgabe der Überwachung zu übernehmen. Das bestätigt Uwe Grünefeldt, Büroleitender Beamter im Rathaus Halstenbek.

"Seit Sommer 2013 führen wir intensive Gespräche. Wir wollen Schenefelds vorhandene, gewachsene Infrastruktur nutzen", so der Top-Beamte. Die Rahmenbedingungen sind klar:

  • Schenefeld stellt eine weitere zweite Halbtagskraft ein. Die Personalkosten (inklusive Ausbildung und Schutzkleidung) sind durch die Gemeinde zu tragen (etwa 20 000 Euro).
  • Die Einnahmen aus Verwarn- und Bußgeldern werden im Verhältnis 60 (Halstenbek) zu 40 (Schenefeld) aufgeteilt.
  • Als Gegenleistung übernimmt Schenefeld außer der Außendiensttätigkeit die vollständige administrative Abwicklung (Mahnwesen, Halteranfragen, Anhörungen, Aufenthaltsermittlungen, Datenänderungen, Erlass von Bußgeldbescheiden, Akteneinsicht, Erzwingungshaft beantragen, Abgabe an die Justiz).

Für Grünefeldt wäre die Kooperation auch von weiterem Vorteil: "Die Außendienstmitarbeiter beider Kommunen können sich im Urlaub oder bei Krankheit gegenseitig vertreten. Hinzu kommt, dass das Duo bei Großveranstaltungen im Schenefelder 'Stadtzentrum' oder an der Wohnmeile gemeinsam auftreten kann." Die Politiker wägen selbstverständlich über Finanzen ab. Die Fakten: Der Aufwand für die Personalkostenerstattungen liegen bei 18.000 Euro. Die Sachkosten werden auf 2000 Euro geschätzt. Unter Sonstiges (Bankgebühren, Ersatzvornahmen) werden 1000 Euro fällig. Die Gemeinde hofft auf Erträge durch Verwarn- und Bußgelder in Höhe von 18.000 Euro (60 Prozent von 30.000 Euro, Gesamteinnahmen) - das entspricht zehn Verwarngeldern à 15 Euro bei 200 Arbeitstagen.

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