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Freiwilliges Soziales Jahr : Wenn Kunst auf soziale Medien trifft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ylva Dethlefs unterstützt das Museum Pinneberg

Pinneberg | „Über Musik zu reden, ist wie über Architektur zu tanzen.“ Das hat der der Künstler, Gitarrist, Komponist und Musiker Frank Zappa (1940 – 1993) einmal formuliert. Schöne Sentenz. Nichtsdestotrotz: Die Musik spielt im Internet, in den sozialen Medien. Die Museen müssen liefern. Und da kommt Ylva Dethlefs ins Spiel. Die 18-Jährige hat ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Museum Pinneberg mit dem Schwerpunkt Kultur angetreten. Außer den oft täglich wechselnden Aufgaben verfolgt Dethlefs das Ziel, das Museum Pinneberg auf Facebook und Co. mehr zu präsentieren.

„Außer den aktuellen Meldungen über Aktivitäten und Veranstaltungen des Museums werde ich ‚Das Objekt der Woche‘ vorstellen, das ich aus den ausgestellten Stücken des Hauses auswähle“, sagt sie. Die ersten Exponate wurden von Dethlefs bereits digital aufgenommen und im Internet veröffentlicht.

Dethlefs kommt aus Oldersbek bei Husum. Sie hat voriges Jahr ihr Abitur gemacht und ist für ihr Freiwilliges Jahr extra in den Kreis Pinneberg umgezogen. Derzeit wohnt sie in Rellingen. Kunst – das ist ihre Leidenschaft. In einem kleinen, aber feinen Museum zu arbeiten, eine Herzensangelegenheit.

Es ist eine Win-Win-Situation: Die Museumsleiterin Ina Duggen-Below freut sich über frische Ideen für das Haus und seine Präsentation nach außen. „Selbst ist man betriebsblind geworden. Jetzt kommen Ideen von einem jungen Menschen, ein Blick von außen“, sagt die Leiterin, die ihr Museum auch für den Nachwuchs öffnen möchte. Derzeit stellen beispielsweise Kunststudenten ihre Arbeiten aus. Doch Dethlefs muss sich nicht nur mit den sozialen Medien beschäftigen: „Sie ist in all die vielfältigen Arbeitsbereiche des Museums einbezogen, so dass sie sich einen möglichst vollständigen Überblick über die spezifischen Museumsaufgaben verschaffen kann“, erläutert Duggen-Below. So war sie zum Beispiel in die Vorbereitung der aktuellen Sonderausstellung zu China Time involviert und hat vom Versenden und Verteilen der Einladungen über die Herstellung von Beschriftungen bis zum Aufhängen der Bilder bei allen Arbeiten mitgewirkt. Dem nicht genug: „Künftig werde ich ein Projekt durchführen, das sich gezielt an jüngere Besucher richtet“, sagt Dethlefs.

Möglich war die Einrichtung dieser FSJ-Stelle durch die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung der Volksbank Pinneberg-Elmshorn. Der Zuschuss beträgt 5400    Euro. „Es ist eine großartige Sache, für die Jugend etwas zu machen“, sagt Stiftungsberaterin Bettina Fischer. So eine hohe Summe habe man zum ersten Mal gespendet.

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erstellt am 28.Dez.2016 | 16:34 Uhr

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