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Verkehrsstatistik für Pinneberg : Weniger Unfälle unter Drogen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Keine markanten Gefahrenpunkte in Pinneberg. Polizeikontrollen greifen. Vorfahrtsverstöße haben zugenommen.

von
erstellt am 06.Mai.2016 | 15:00 Uhr

Pinneberg | Viel Licht, wenig Schatten – so ließe sich die Verkehrsstatistik 2015 für Pinneberg blumig umschreiben. Matthias Wieske, Leiter des Reviers an der Elmshorner Straße, stellte sie dieser Zeitung vor. Die wichtigste Nachricht: Die Zahl der Unfälle ist von 284 (2014) auf 277 (2015) gesunken.

„Pinneberg hat keine örtlichen Brennpunkte“, sagt Wieske. Auch auf den verkehrsreichen Straßen im Stadtgebiet lassen sich die Unfälle an einer Hand abzählen. An der Ecke Elmshorner Straße/Marktplatz, eine der meist befahrenen Ecken in der Stadt, hat es im Laufe eines Jahres lediglich vier Mal gekracht. Und im Kreisverkehr Wedeler Weg/Westringe, einst ein markanter Gefahrenpunkt für Verkehrsunfälle in der Stadt, kam es 2015 zu sieben Unfällen.

Das spiegelt sich auch in der Anzahl der Verletzten wieder: Lediglich bei den Leichtverletzten gibt es einen Anstieg von 170 (2014) auf 191 (2015). Dafür verzeichnet die Statistik weniger Schwerverletzte. Die Anzahl ging von 22 (2014) auf 13 (2015) zurück. Es gibt keinen Toten zu beklagen.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Fußgängern ist mit 19 gleich geblieben. 22 motorisierte Zweiräder waren im Erhebungszeitraum involviert – sechs mehr als 2014. Auch mehr Radfahrer waren 2015 in Unfälle verwickelt: ein Anstieg von 71 auf 88. Lkw waren 2015 16- mal in einen Unfall involviert, zweimal mehr als im Jahr zuvor. 24- mal waren Kinder bei den Unfällen beteiligt, sieben mehr als 2014. Einmal passierte es auf dem Schulweg, der Schüler verletzte sich dabei leicht.

 

Auch die Zahl der Unfälle unter Drogen- und/oder Alkoholeinfluss ist zurückgegangen: Insgesamt von 30 auf zwölf. Weil alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit lange Zeit eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle war, unternahm die Polizei verstärkte Anstrengungen, diesem Phänomen durch vermehrte Kontrollen zu begegnen. Jetzt stehen diese Vergehen in der Statistik-Tabelle für Pinneberg hinten an.

So wurden weitere Unfallursachen unter die Lupe genommen: Es zeigt sich, dass es beim Missachten der Vorfahrt am häufigsten kracht. 65 Mal geschah das 2015 in der Kreisstadt – 13-mal mehr als 2014. Auch Abbiegeverstöße (34) und ein ungenügender Sicherheitsabstand (20) stellen ein gravierendes Unfallrisiko dar. Weitere Ursachen: „Erhöhte Geschwindigkeit, und das Missachten von Rotlicht“, so Wieske.

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