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Bericht vorgelegt : Weniger Gewerbesteuern: Pinneberg braucht mehr Ansiedlungen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wirtschaftsförderer Stefan Krappa legt seinen Bericht vor. Gewerbesteuereinnahmen sinken.

von
erstellt am 05.Aug.2015 | 12:15 Uhr

Pinneberg |  Die Stadt Pinneberg schwächelt bei den Gewerbesteuereinnahmen: Sie sanken von 15,5Millionen Euro (2014) auf 14,8 Millionen Euro (2015). Darüber informiert Wirtschaftsförderer Stefan Krappa in seinem aktuellen Tätigkeitsbericht, den er der Politik vorstellte. Deswegen komme laut Krappa der geplanten Westumgehung eine Schlüsselrolle bei der Erschließung neuer Gewerbegebiete zu. Es gebe bereits ein großes Interesses an diesen Flächen

Er ist einer der wichtigsten Männer Pinnebergs. Sein jährlicher Tätigkeitsbericht wird von der Politik sehnsüchtig erwartet. Der Wirtschaftsförderer Stefan Krappa sagt, wo die Kreisstadt wirtschaftlich steht, wo es hapert und was noch zu erwarten ist. Seinen jährlichen Bericht stellte er im Wirtschaftsausschuss vor. Die Analyse berücksichtigt den Zeitabschnitt vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Juli 2015.

Krappas Position zur Westumgehung ist deutlich: „Da der Westumgehung eine Schlüsselrolle bei der Erschließung bestehender und neuer Gewerbegebiete – und damit der Verbesserung der Ansiedlungs- und Umsiedlungschancen von suchenden Betrieben – zukommt, hat die Wirtschaftsförderung mit den großen Hamburger Immobilienmaklern den Bauzeitenplan und die Entwicklungsschritte besprochen“, sagt Krappa.

Hamburger Firmen zeigen Interesse

Durch die enge Kooperation in den Netzwerken der Wirtschaftsförderung und die hohe Nachfrage nach erschlossenen Gewerbeflächen im Hamburger Randgebiet sei davon auszugehen, dass es zur Besiedelung neuer Flächen mit für die Stadt interessanten Unternehmen kommt. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Erd- und Straßenarbeiten im Zuge der Westumgehung.

Neue Gewerbegebiete – Pinneberg braucht sie dringend. Der Bericht sagt, warum. Zwar wurden im genannten Zeitraum 19 verschiedene Unternehmen im Stadtgebiet durch aktive Arbeit der Wirtschaftsförderung neu angesiedelt beziehungsweise bei der Ansiedlung und der Schaffung der nötigen Voraussetzungen betreut, aber die Gewerbesteuereinnahmen sanken von 15,5 Millionen Euro (2014) auf 14,8 Millionen Euro.

Lichtstreif am Horizont: „2015 sind durch aktive Mitwirkung der Wirtschaftsförderung weitere Ansiedlungen durch Grundstücksgeschäfte mit Veräußerungen von städtischen Gewerbegrundstücken geplant“, sagt Krappa. Dazu gehöre die Parkstadt Eggerstedt, Müßentwiete sowie der Marktplatz Teilfläche-Nord. Das Investitionsvolumen beläuft sich laut Schätzungen auf etwa sieben Millionen Euro. Krappa erwartet zudem hieraus einen geschätzten Gewerbesteuerertrag von 400.000 Euro jährlich zusätzlich.

Auch den Bereich des Gewerbegebiets Flensburger Straße hat die Wirtschaftsförderung im Visier. Dort hat sich eine Initiativgruppe bestehend aus Einzelhandel, Handwerk, ansässigen Unternehmen und Grundstückseigentümern gebildet. „Eine wichtige Verbesserung aus Sicht der lokalen Akteure wäre die Verschwenkung der Buslinie 594. Ziel ist es, neben der Aussteigemöglichkeit, einen täglichen Werbeeffekt bei den Fahrgästen zu schaffen“, sagt Krappa. Die Mehrkosten für eine Ausfädelung über Haderslebener und Flensburger Straße bewegen sich zwischen 85.000 und 100.000 Euro pro Jahr. Andere Linienführungen werden gerade geprüft.

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