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Weltfrauentag am 8. März : Weltweiter Aktionstag für die Rechte der Frauen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Weltfrauentag geht auf die deutsche Sozialistin Clara Zetkin zurück. Seit den 1980er Jahren hat er in Westeuropa wieder an Bedeutung gewonnen.

Kreis Pinneberg | Der Weltfrauentag geht auf die deutsche Sozialistin Clara Zetkin zurück. 1910 forderte Zetkin während des zweiten Kongresses der Sozialistischen Internationalen in Kopenhagen mehr Gleichberechtigung für Frauen: keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte.

Ein Jahr später gingen erstmals Frauen in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz am Frauentag auf die Straße. Ihre zentrale Forderung: Einführung des Frauenwahlrechts und Teilhabe an der politischen Macht. Außer in Finnland durften Frauen damals in keinem europäischen Land wählen. In Deutschland wurde ihnen dieses Recht 1918 zugestanden.

Gleichberechtigung hat Verfassungsrang

Mit der Verabschiedung des Grundgesetzes vor 60 Jahren erhielt die Gleichbehandlung von Frau und Mann mit dem Gleichstellungsartikel (Art. 3 GG) erstmals Verfassungsrang. Danach dauerte es weitere neun Jahre, bis die Vorgabe des Grundgesetzes mit Inkrafttreten des Gleichberechtigungsgesetzes 1958 Einzug in die bundesdeutsche Gesetzeswirklichkeit hielt.

In Deutschland wurde der Internationale Frauentag unter der NS-Herrschaft als sozialistischer Feiertag verboten. Stattdessen propagierten die Nazis den Muttertag und die „biologische Verpflichtung“ der Frau. Mit der neuen Frauenbewegung in der Bundesrepublik Ende der 1960er Jahre gelangte der Frauentag wieder in das Bewusstsein zurück.

2017 haben die UN dem Frauentag einen neuen Titel gegeben

1977 führte die UN-Vollversammlung den 8. März als „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ ein. Seit den 1980er Jahren hat er in Westeuropa wieder an Bedeutung gewonnen. Die Forderungen hingen wesentlich von den historischen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab: Zu Beginn des letzten Jahrhunderts kämpften Frauen für fundamentale politische und bürgerliche Rechte, wie das Recht auf Bildung. In den 1960er und 70er Jahren erreichte die Frauenbewegung im Kampf gegen den Abtreibungsparagraphen 218 einen Höhepunkt.

2017 haben die Vereinten Nationen dem Frauentag den Titel „Women in the Changing World of Work: Planet 50-50 by 2030” gegeben, etwa „Frauen in der sich wandelnden Arbeitswelt: Gleichberechtigung bis 2013.“ 

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erstellt am 22.Feb.2017 | 14:00 Uhr

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