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Pinneberger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 23:39 Uhr

Weltmusik in der Friedhofskapelle

vom

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Pinneberg | Am 1. April 2012 fand das erste Konzert der Musikschule in der Friedhofskapelle am Hogenkamp statt. Das Fagottquartett "Eurohre" spielte Trauermärsche - aber auch flotte Polka. Seitdem hat Winfried Richter, der Leiter der Musikschule, schon acht Konzerte in der Kapelle organisiert. "Mittlerweile stellen wir da fast jeden Monat was auf die Beine", freut sich Richter. Der Raum habe eine "hervorragende Akustik" und so sei es kein Wunder, dass das Publikum gern in den Kirchenbau kommt, um klassischer Musik oder Jazz zu lauschen.

Thorsten Backhaus vom Kommunalen Servicebetrieb (KSP) schlug Richter im letzten Jahr vor, die Friedhofskapelle für Konzerte zu nutzen. Der Musikschulleiter war anfangs skeptisch, doch schon bei der ersten Begehung merkte er: "Das funktioniert. Dieser Raum klingt einfach." Auch die auftretenden Künstler waren nach ihrem Auftritt stets von den Qualitäten des Raums überzeugt. Wenn es nach dem Leiter der Musikschule geht, könnten die Veranstaltungen auf dem Friedhof zu einer echten Pinneberger Institution werden. "Denkbar wäre es zum Beispiel auch, immer Freitags mittags zu spielen, auch für Berufstätige, die eine Pause machen. ", sagt Richter. Das ist noch Zukunftsmusik, zunächst steht das neunte Konzert in der Kapelle auf dem Programm. Für Richter ist es "ein echtes Highlight". Am Sonntag, 11. August, spielen Alexander Paperny und Satoshi Oba ab 17 Uhr im Hogenkamp 34a. Der russische Balalaika-Spieler Paperny und der Gitarrist Oba aus Japan lernten sich in Pinneberg kennen und beschlossen gemeinsam Musik zu machen. Mittlerweile arbeiten beide Künstler als Lehrer an der Musikschule. Beide beziehen sich beim musizieren auf ihren jeweiligen kulturellen Hintergrund und die Erfahrenungen ihrer internationalen Karrieren. "Das ist nicht einfach nur folkloristisch, sondern eine anspruchsvolle Mischung aus russischer und japanischer Musik, argentinischem Tango und brasilianischem Choro", sagt Richter. Er hofft, dass viele Zuhörer ihren Weg in die Friedhofskapelle finden - trotz des gleichzeitig stattfindenden SummerJazz-Festivals. Bei schönem Wetter ist eine Pause eingeplant, damit die Besucher die Atmosphäre des Friedhofs genießen können. Bei Regen wird durchgespielt. Das Konzert kostet keinen Eintritt - die Veranstalter bitten aber um eine Spende.

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