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Bahnhof Tornesch : Weiteres Herumgeeiere um Fahrradgarage

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Abriss oder Umgestaltung? Tornescher Politiker suchen weiter nach einer Lösung für die Fahrradgarage am Bahnhof.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Tornesch | „Wir wollen die Maßnahme in diesem Jahr durchziehen“, sagte Klaus Früchtenicht (SPD) zur geplanten Umgestaltung der Fahrradgarage am Tornescher Bahnhof. Die Entscheidung, was genau passiert, wurde aber am Montagabend im Rathaus während der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses erneut verschoben. Die einzelnen Fraktionen wollen erst noch einmal beraten, ob die derzeitige Garage umgestaltet oder komplett abgerissen wird.

„Mit dem Thema beschäftigen wir uns inzwischen rund zehn Jahre“, erklärte Ausschussvorsitzender Henry Stümer (CDU). Die Kosten seien während dieser Zeit von 200.000 auf rund 700.000 Euro angestiegen. Ein konkretes Ergebnis liegt aber trotz vieler intensiver Debatten und allgemeiner Unzufriedenheit über den Ist-Zustand noch nicht vor. Einerseits müssten die Fahrräder sicher sein, andererseits solle etwas geschaffen werden, das in die Umgebung passt, erklärte Früchtenicht den Spagat, der zu bewältigen ist. Vor Vandalismus und Diebstahl könnte das Anbringen einer Videokamera schützen. Bürgermeister Ronald Krügel mahnte zudem an, „dass es für die Radfahrer bequem sein muss, sonst wird die Fahrradgarage nicht angenommen“. Nicht ohne Grund werde die jetzige Garage kaum genutzt. Ob Abriss oder Umgestaltung wollen die Fraktionen nun möglichst zügig intern beraten. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung, sich für die Umgestaltung zu entscheiden, fand noch keine Zustimmung. Dennoch spricht viel für diese Lösung: Eine Umgestaltung des zweigeschossigen Gebäudes würde Platz für 400 Fahrräder bieten, bei einem Abriss und einem ebenerdigen Neubau könnten weniger als 300 Drahtesel untergestellt werden. Die Anzahl der abschließbaren Fahrradboxen soll bei allen Lösungen zwischen 38 und 42 liegen. Dazu kommt, dass die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft Schleswig-Holstein (LVS) Zuwendungen in Höhe von 287.000 bewilligt hat. Diese Zusage gilt laut Verwaltung aber nur für eine Umgestaltung. Für einen ebenerdigen Neubau wäre ein neuer Antrag erforderlich.

Weniger Diskussionen gab es um die Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich östlich des Kleinen Moorwegs. Aus dem Industrie- wird nun ein Mischgebiet. Dort gebe es kaum Industrie, dafür aber umso mehr Wohnungen, erklärte Krügel. Durch die F-Planänderung soll eine Ausweitung der Wohnungsnutzung erleichtert werden. Zusätzlich werden Emissionskonflikte im Umfeld vermieden.

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