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Pinneberger Tageblatt

19. September 2017 | 17:31 Uhr

Weiterer Raum für Schule an der Bek

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Platzmisere Halstenbeks Politiker stimmen mehrheitlich im Schulausschuss für Verkleinerung des Jugendtreffs JubA 23 / Befristet auf ein Jahr

von
erstellt am 01.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Es ist beschlossene Sache: Die Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek in Halstenbek bekommt einen Raum mehr. Nachsehen hat der in dem Komplex untergebrachte Jugendtreff JubA  23: Bei drei Enthaltungen stimmten am Donnerstagabend die Mitglieder des Halstenbeker Schulausschusses für den SPD-Antrag, dass „der Raum U.102 zum Schuljahr 2017/18 der Grund- und Gemeinschaftsschule zur Nutzung als Fachraum/Klassenraum zugeordnet“ wird. Für die zehnte Klasse. Befristet für ein Jahr. Eine etwaige Verlängerung erfordert eine erneute Prüfung, sprich eines politischen Beschlusses.

Die starke Präsenz von JubA  23-Chef Freimut Falk und enttäuschten Jugendlichen im Rathaussitzungssaal zeigte zwar Wirkung. Aber letztendlich dürfte es eine Vernunftentscheidung gewesen sein. Heißt: Es müsse laut Vorlage eine Abwägung zwischen der Pflichtaufgabe Schule mit aktuell 834 Schülern und der freiwilligen Aufgabe Jugendarbeit zugunsten der Grund- und Gemeinschaftsschule stattfinden.

Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD) kündigte an, dass das Jahr genutzt werden solle, Gespräche zwischen Schule und JubA  23 zu führen, um eine dauerhafte Lösung zu finden. „Wir müssen das Zusammenleben für beide Seiten befriedigend gestalten. Aber die Dringlichkeit der Schule sei eben da.“ Die Entscheidung bedeute ja nicht, dass das JubA23 geschlossen werde. Im Gegenteil. Von Rüden unterstreicht die Einschätzung der Politik: „Die qualitativ hochwertige Jugendarbeit hat unbestritten eine große Bedeutung für das Gemeinwohl. Mit dem neuen Aufgabenschwerpunkt der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern hat sie zudem an Bedeutung gewonnen.“

Zur Erinnerung: Die Notlage ist entstanden, weil die 2011 eingeweihte Schule an der Bek nur dreizügig – statt vierzügig – gebaut werden konnte. Das Bildungsministerium in Kiel machte der Kommune einen Strich durch die Rechnung. Dreizügigkeit heißt: Ursprünglich gab es 30 Klassenräume. Tatsächlich hat die Schule aktuell 35 Klassen, Fachräume wie für Informatik mussten umfunktioniert werden.

Der nun gewonnene Raum wird laut von Rüden zum Schuljahrstart ausgestattet: mit passenden Möbeln und Smartboard.

Die Verwaltung ist zudem in der Pflicht, Antworten auf folgende Fragen zu finden:
>  Wie werden unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Bevölkerungsanalyse die Schülerzahlen an der Grund- und Gemeinschaftsschule für die nächsten Jahre prognostiziert?
>  Wird dauerhaft eine Nutzungsübertragung von einem oder mehreren Räumen des JubA  23 an die Grund- und Gemeinschaftsschule erforderlich sein?
>  Sofern erforderlich, welche alternative Unterbringungsmöglichkeit für das JubA  23 stehen außerhalb des Schulgeländes zur Verfügung?

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