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Grüne im Kreis Pinneberg : Weiter nur mit einer Vorstandssprecherin

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auf der Kreismitgliederversammlung der Grünen in Bönningstedt musste Vorstandssprecherin Resy de Ruijscher die Wahl eines weiteren Vorstandmitglieds auf die kommende Versammlung vertagen - weil es keine Kandidaten gab.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Die Vorstandsspitze der Grünen im Kreis Pinneberg fährt weiter nur mit halber Kraft. Die Neuwahl einer Vorstandssprecherin oder eines Vorstandssprechers war für die Kreismitgliederversammlung in Bönningstedt am vergangenen Freitagabend geplant gewesen. Weil es keine Kandidaten gab, musste die aktive Hälfte der Doppelspitze, Resy de Ruijscher, die Wahl auf die kommende Versammlung vertagen.

„Es liegen bisher keine schriftlichen Vorschläge vor“, stellte de Ruijscher fest. Und trotz ihres Werbens ließ sich auch am Freitag niemand mit Ambitionen auf das Amt finden. „Nach dem Bundestagswahlkampf wollen wir als Vorstand weniger koordinieren, sondern endlich wieder politisch arbeiten“, sagt die Vorstandssprecherin. Dafür sei Unterstützung nötig. Die Neuwahl war erforderlich geworden, nachdem Holger Nohr seinen Posten Anfang November aus beruflichen Gründen geräumt hatte. Im Gegensatz zu anderen Parteien haben die Grünen traditionell eine Doppelspitze.

Außerdem auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung: die Wahl der Delegierten für die Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in Dresden (7. bis 9. Februar), während der die Liste für die Europawahl aufgestellt werden soll. Dort werden neben de Ruijscher auch Beate Seifert und Ann-Kathrin Tranziska stellvertretend für die Kreisgrünen ihre Stimmen abgeben. Abgehakt wurden auch zwei Satzungsänderungen. Einladungen zu Versammlungen gehen zukünftig als E-Mails raus und Rechnungsprüfer übernehmen ihr Amt für zwei statt wie bisher ein Jahr.

Aus der Berliner und Kieler Politikszene berichteten die Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms sowie die Landtagsabgeordneten Ines Strehlau und Eka von Kalben. Wilms wetterte dabei nicht nur gegen die Koalitionäre SPD und CDU/CSU, deren langwierigen Vertragsverhandlungen auch das Parlament lähmten, sondern kritisierte auch die eigenen Parteifreunde in Berlin. Weil die Grünen bei der vergangenen Bundestagswahl ordentlich zurechtgestutzt worden waren, haben sie nun auch weniger Sitze in wichtigen Ausschüssen. Für weniger prestigeträchtige Gremien wie den Petitionsausschuss dagegen gebe es kaum Interessenten. „Diese fraktionsinterne Blockade ist ein Unding“, sagte Wilms.

Zum Koalitionszoff in Kiel nahmen Strehlau und von Kalb Stellung. Weil Innenminister Andreas Breitner (SPD) Sympathien für die geplante Vorratsdatenspeicherung der Großen Koalition in Berlin hatte erkennen lassen, habe Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) Kritik an seinem Minister geübt. Er stünde zu den Vereinbarungen der Küstenkoalition.

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