zur Navigation springen

Pinneberg : Weiter keine Einigung im Hockeyplatz-Streit

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Politiker treffen immer noch keine Entscheidung. Der Streit dreht sich um die Kostenübernahme.

von
erstellt am 18.Sep.2015 | 12:00 Uhr

Pinneberg | VfL-Geschäftsführer Uwe Hönke will eine klare Antwort. Übernimmt die Stadt einen Teil der Kosten bei der Realisierung eines neuen Hockeyplatzes mit Kunstrasenbelag? Im Kultur- und Sportausschuss gab es weder ein Ja noch ein Nein, sondern ein Jein. Die Politik tut sich schwer bei der Entscheidung. Zwar hatte die Verwaltung eine neue überarbeitete Beschlussvorlage erstellt, aber die erhielt die Politik zu spät. Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) zog sie deswegen zurück. Jetzt ist der Umweltausschuss am Dienstag, 22. September, dran.

Darum geht es: Seit etwa sieben Jahren wird über den Standort für einen Kunstrasenplatz diskutiert. Nun ist ein Areal in Pinneberg-Süd gefunden worden. Doch der Platz liegt im Sport- und Erholungsgebiet An der Raa und teilweise in einem geschützten Biotop. Ein Gutachten soll klären, ob ein Bau dort überhaupt in Frage kommt.

Doch das Geld dafür will die Politik nicht per se locker machen. Außerdem werden Folgekosten im Zuge der Bereitstellung einer Ausgleichsfläche befürchtet. Auch die Frage, ob die Stadt den Erbpachtzins in Höhe von etwa 6400 Euro per anno für 15 Jahre aussetzt, ist noch nicht geklärt. Die Politik forderte nun, dass die Bürgermeisterin mit dem VfL klären soll, welche Kosten der Verein übernehmen will.

Lediglich Manfred Stache (Grüne und Unabhängige) wollte an diesem Abend das Gutachten auf den Weg bringen. Weil in Pinneberg derzeit viele Wohnungen gebaut würden, kämen auch viele junge Menschen nach Pinneberg. „Deswegen brauchen wir neue Sportstätten“, sagte er. Auch für die Flüchtlinge.

Dietrich Drechsler von der CDU wollte wissen, wer den Hockeyplatz nutzen kann. Hönke sagte, dass der Hockeyplatz morgens für die Schulen freigegeben werde und dass auch Fußballjugendmannschaften dort spielen könnten. „Es ist ein Leuchtturmprojekt für Pinneberg. Damit zeigen wir dem Land, dass wir trotz Rettungsschirms kreative Lösungen auf die Beine stellen können“, sagte er und spielte darauf an, dass der VfL Pinneberg bereits über 30.000 Euro an Spenden für den Hockeyplatz verfüge. Weitere Gelder ständen bei einer Zusage für eine Hockeyanlage verbindlich in Aussicht, so Hönke. Er stellte klar: „Wir wollen in Pinneberg bleiben“, gleichwohl gab er zu, dass es Gespräche mit Rellingen gebe. Hönke sagte jedoch auch, dass der Druck der Mitglieder zunehme. Die Sportler wichen jetzt auf Spielgemeinschaften aus, die 2016 auslaufen würden. Deswegen brauche er eine Entscheidung: „Es besteht die Gefahr einer Abstimmung mit den Füßen.“ Mit anderen Worten: Die Mitglieder der Hockeyabteilung drohen abzuwandern.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen