Aschenputtel : Weihnachtsmärchen im Theater Schenefeld

Mit märchenhaften Tanzeinlagen des Ballettstudios von Beate Schüßler-Preuß wurde die Aufführung bereichert.
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Mit märchenhaften Tanzeinlagen des Ballettstudios von Beate Schüßler-Preuß wurde die Aufführung bereichert.

Theater Schenefeld fasziniert mit seiner aufwendiger Inszenierung des Weihnachtsmärchens Aschenputtel im Forum-Saal.

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08. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Schenefeld | „Viel Vergnügen beim Aschenputtel“: Mit diesen Worten begrüßte Lennart Matthiesen mit seiner warmen Stimme die Zuschauer vor verschlossenem Vorhang zum Weihnachtsmärchen des Theater Schenefelds. Schon wenig später wurde der Blick auf die Forum-Bühne frei auf eine spärlich eingerichtete Küche mit Tisch und Kamin. Die fast den gesamten Saal ausfüllenden Besucher erfuhren relativ schnell das traurige Schicksal des von Janina Lanker verkörperten Aschenputtels. Mit zierlicher Gestalt, apartem Gesicht und Schürze präsentierte sie sich als Figur wie aus dem Märchenbuch.

Die Stiefschwestern Anna und Berta, dargestellt von Chantal Wüst und Jasmin Schadendorf, gesellten sich schon bald als Kontrasterscheinung zum braven Mädchen hinzu. Mit giftiger Mimik offenbarten die Mädchen rasch, dass sie das Repertoire der Fiesheiten perfekt beherrschten. „Ich bin die Schönste, nein ich“ – stritten sie, zeigten sich undankbar gegenüber ihrem Vater und schoben dem Aschenbrödel alle – aus unachtsamen Verhalten entstandene Verstöße – in die Schuhe. Andrea Krohmer spielte wunderbar verlogen die gehässige Stiefmutter und erschien, passend zum Charakter, mit aufdringlicher Ballongarderobe. Wie das Bühnenbild fügten sich auch die königliche- und Feder-Kostüme ins stimmige Gesamtbild.

Individuelle Komponente: Die Tauben wirbelten in Menschengestalt mit roten Krabbelfüßen, Federn und Stoppelschwänzen über die Bühne. Vater-Taube Bruno überzeugte mit starker Stimme mit von Lennart Matthiesen kreierten Liedtexten wie - „Die guten gehen in Tröpfchen, alles wird perfekt, grandios, exzellent“. Auch für die restlichen Haupt- und Nebenrollen galt, dass sie das eingespielte Regie- und Dramaturgen-Team Laura, Michael und Andrea Matthiesen perfekt besetzte.

Ballettfreunde im Saal freuten sich über eine zauberhafte Tanzeinlage des Ballettstudios von Beate Schüßler Preuß. Ein professionelles Händchen für das Bühnenbild bewiesen Manfred Laudan und Adi Dietrich. Wie das heimelige Küchenambiente offenbarten aus Pappe gearbeitete Palastkulisse sowie kunstvoll gemalte Wälder mit Grabstein und Haselnussstrauch einen gelungenen Rahmen. Nach der Vorstellung verließen die Darsteller die Bühne, um am Ausgang Süßigkeiten zu verteilen. Weitere Vorstellungen sind am Freitag, 12. Dezember, um 19.30 Uhr und Sonnabend, 13. Dezember, um 14 und 17 Uhr sowie am Sonntag, 14. Dezember, um 14 und 17 Uhr. Karten können unter 040-8306209 und www.theater-schenefeld.de reserviert werden.

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