Weihnachten wird zum Parcours

Diakonin Susan Jose führt mit drei weiteren durch den Parcours. Das „Engelzimmer“ voll Licht und Harfenklängen kommt besonders gut an.
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Diakonin Susan Jose führt mit drei weiteren durch den Parcours. Das „Engelzimmer“ voll Licht und Harfenklängen kommt besonders gut an.

Erlebnis 40-minütige Führungen durch die Geschichte: Die Freikirche am Fahlt zeigt die Geburt Jesu

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08. Dezember 2017, 16:28 Uhr

Eine bunte Schar von Neuankömmlingen hat sich in der Kirche am Fahlt eingenistet, drei Sterndeuter aus dem Morgenland, zahlreiche Hirten, ein Ehepaar aus Nazareth mit ihrem Neugeborenen namens Jesus. Sogar Tiere sind da. Sie alle gehören zum Erlebnisparcours, der die Geschichte von Christi Geburt nacherzählt. In Gruppen von maximal 20 Personen werden Besucher durch die Stationen weihnachtlicher Geschichten geführt. Bis zum 17. Dezember lotsen vier Erzähler die Gäste durch die märchenhafte Welt.

Fantasie gehört dazu, will man das Geschehen miterleben, denn die Akteure werden nur spärlich angedeutet. Die Engel etwa, die sich in besonders großer Zahl im Gebäude der freikirchlichen Gemeinde versammelt haben, erscheinen als funkelnde Lichterschnüre. Ansonsten ist es weiß in ihrem wichtigsten Aufenthaltsraum. „Es gibt viele Engel in der Weihnachtsgeschichte. Durch die Schnüre sind ihre Spuren nicht nur hier, sondern auch in den anderen Räumen sichtbar“, sagt Diakonin Susan Jose, die durch den Parcours führt.

Noch weniger ist von den Heiligen Drei Königen zu sehen, denn bei ihnen ist es rabenschwarz. Nur vom Himmelsgewölbe unter der Stubendecke blinken Sterne in die Nacht. Recht realistisch ist Josefs Schreinerwerkstatt ausgefallen. Eher alltäglich sieht es im Wohnzimmer des heiligen Elternpaares aus, das ganz modern gestaltet wurde. Etwa 40 Helfer waren am Aufbau der biblischen Welt beteiligt.


Nur mit Stempel geht’s zur Krippe

Der Stall mit Krippe und Eseln hat fast etwas Anheimelndes. Ehe er dort ankommt, muss der Parcoursteilnehmer allerdings an der Volkszählungsschranke vorbei. Denn erst mit einem recht amtlich anmutenden Beglaubigungsstempel gelangt man an den Geburtsort des Jesusbabys und wird dort mit Süßigkeiten belohnt.

„Wir haben viele Handwerker in der Gemeinde, die können sowas prima aufbauen“, erzählt Hartmut Riemenschneider. Und das alles ehrenamtlich, wie der Pastor der Pinneberger Baptisten dankbar hinzufügt. Viele Frauen und Männer haben ihre Freizeit in die Parcours-Vorbereitung gesteckt. Doris Ochterbeck hat den Weihnachtsbaum geschmückt. Andere sorgen für die Bewirtung. So halten sich die Kosten des Projekts in Grenzen und die Kirche am Fahlt kann die Parcours-Teilnahme kostenlos anbieten.

Allerdings nicht ohne Voranmeldung. Die Wochentage sind für Schulen und Kitas reserviert, Sonnabende und Sonntage für Einzelpersonen und Familien. Die Helfer der Kirche formen daraus Gruppen, die im Halbstundentakt durch die Räume geführt werden. 1500 Vorbuchungen verzeichnete die Kirche am Fahlt bisher. „Die Besucher sollen nicht unnötig warten müssen“, erläutert Riemenschneider die Prozedur.

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