zur Navigation springen

Tierische Nächstenliebe : Weihnachten im Tierheim in Elmshorn

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Tierschutzverein Elmshorn lädt für den vierten Adventssonntag traditionell zum Weihnachtsfest von 11 bis 17 Uhr ein.

Elmshorn | Der Tierschutzverein Elmshorn und Umgebung lädt zum vierten Adventssonntag von 11 und 17 Uhr traditionell zum Weihnachtsfest in das Tierheim in der Justus-von-Liebig Straße 1 in Elmshorn ein. Dort warten übers Jahr fast 1000 Tiere auf ein neues Zuhause.

Das Team aus Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfen blickt auf ein weiteres Jahr voller kleiner und großer tierischer Katastrophen zurück. Ein Thema sind Tiere, deren Besitzer verstorben sind: Bei Alterseinsamkeit sind diese oft Trostspender und Gefährten. In tragischen Fällen wachen die Tiere bei dem in der Wohnung verstorbenen Halter und werden erst nach Tagen befreit. Das Tierheim päppelt sie zwar wieder auf, aber da sie oft selbst alt sind, bleibt das Tierheim ihre Endstation.

<p>Bloß nicht die Barthaare ankokeln lassen: Aber diese Katze aus dem Tierheim Elmshorn scheint sehr vorsichtig zu sein.</p>

Bloß nicht die Barthaare ankokeln lassen: Aber diese Katze aus dem Tierheim Elmshorn scheint sehr vorsichtig zu sein.

Foto: pt

Dabei ist das Tierheim als Übergang gedacht – die Vermittlung eines Tieres dauert durchschnittlich drei Monate. In Fällen von alten, kranken oder verhaltensauffälligen Tieren klappt das häufig nicht und das Tierheim wird zu einem Gnadenhof für Tiere, die niemand mehr haben will.

2016 war auch das Jahr der Katzenjungen, die zahlreich abgegeben wurden und teils durch Handaufzucht intensive Pflege brauchten. Die Kastration von Katzen ist deswegen ein Thema, das dem Team besonders am Herzen liegt.

Bei „Weihnachten im Tierheim“ soll aber kein Trübsal geblasen werden: Die Macher versprechen ein Fest des Dankes an alle Helfer und Spender, der offenen Türen und der Information. So wird der Papageienverband Nord über seine Arbeit informieren, mit Infoständen werden unter anderem der Freundeskreis freilebender Wölfe oder die Projektgruppe Seeadlerschutz vertreten sein. Zudem gibt es eine Sonderausstellung zum Thema Reptilien. Ein Café mit Glühwein, Kakao und Kuchenverkauf darf natürlich nicht Fehlen und der Weihnachtsmann verkauft Lose für die Tombola. Die Tiere dürfen besucht, aber nicht mitgenommen werden. Die Vorsitzende Brigitte Maeder erläutert: „Wir haben einen Vermittlungsstop vom 15. Dezember bis Anfang Januar. Damit wollen wir verhindern, dass Tiere unter dem Weihnachtsbaum landen.“

Die Tiere selbst haben aber einen Wunschzettel, den Leiterin Anke Darius für sie geschrieben hat: Futter, vor allem medizinisches Katzenfutter, und Geldspenden.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Dez.2016 | 14:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen