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Interaktive Karte : Weihnachten im Schuhkarton - das sind die Abgabestellen im Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

An insgesamt 19 Stellen im Kreis Pinneberg können die Pakete für Kinder aus Bulgarien, Georgien, der Mongolei, Polen, die Republik Moldau, Rumänien, der Slowakei, der Ukraine und Weißrussland abgegeben werden.

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erstellt am 31.Okt.2015 | 00:15 Uhr

Der Keller von Ingrid und Helmut Lescow ist voll. Dort stapeln sich Kartons über Kartons für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. „Wir haben bereits 1020 Pakete beklebt. Ich führe da genau Buch“, sagt Helmut Lescow. Die Kartons sollen bis Sonntag, 15. November mit Spielzeug, Süßigkeiten und allem, was Kinderherzen ein wenig höher schlagen lässt, bestückt werden. An insgesamt 19 Stellen im Kreis Pinneberg können die Pakete für Kinder aus Bulgarien, Georgien, der Mongolei, Polen, die Republik Moldau, Rumänien, der Slowakei, der Ukraine und Weißrussland abgegeben werden, etwa beim A. Beig-Verlag.

„Es wäre ein Traum, die Zahl aus dem Vorjahr zu erreichen“, sagt Ute Kordes, die seit 2001 für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die vom Verein „Geschenke der Hoffnung“ organisiert wird, sammelt. 4500 Pakete schickte sie im vergangenem Jahr auf die Reise. Zusammen mit Elsabe Schlüter und Edith Kerst rief sie die Aktion damals ins Leben. „Die Sammlung findet in Deutschland zum 20. Mal statt. Wir sind zum 15. Mal dabei“, erläuterte Kordes, die außer den 19 Sammelstellen im Kreis Pinneberg, auch 69 Annahmestellen in Hamburg betreut. „Es werden immer mehr Annahmestellen und ich hatte die Sorge, dass es mir über den Kopf wächst“, sagt Kordes während Sie zu Jens Petersen blickt. Er ist für die Abholungen der Kartons verantwortlich. „Tourenplanung ist etwas, was ich nicht könnte. Ich würde die Leute einfach fahren lassen“, sagt Kordes grinsend. Dank der Koordination durch Petersen würden alle Pakete von insgesamt 88 Sammelpunkten in zweieinhalb Tagen eingesammelt und zu Kordes gebracht.

„Wir müssen alle Pakete noch einmal durchschauen“, erläutert Kordes den Grund, warum die Geschenkkartons nicht verschlossen werden sollen. Angefangene, aber nicht fertig gestrickte Pullover samt Stricknadeln, alte Schokoladen oder defektes Spielzeug habe sie schon gefunden. „Dann war da noch eine Bohrmaschine. Ein tolles Spielzeug für Kinder“, sagt Kordes ironisch und ergänzt: „An Weihnachten sollten die Kinder nichts Benutztes geschenkt bekommen.“ Doch werde nicht nur aussortiert, sondern auch aufgefüllt. „Magere Päckchen hübschen wir auf. Daher freue ich mich auch immer über Sachspenden. Und ich finde, Schokolade muss auch immer dabei sein.“

Grundsätzlich empfehlen die Organisatoren von „Weihnachten im Schuhkarton“ eine Mischung aus Kleidung, Hygieneartikeln, Spielzeug, Süßigkeiten und Schulsachen. Gesammelt wird für die Altersgruppen zwei bis vier, fünf bis neun und zehn bis 14 Jahre. Aussortiert werden gebrauchte und kaputte Gegenstände, Zerbrechliches, Lebensmittel, Schokoladen mit stückigen Füllungen wie Nüssen, Gelierstoffe, Literatur, scharfe, spitze oder andere gefährliche Gegenstände wie Scheren, angstauslösende Dinge wie Kriegsspielzeug oder Hexerei- und Zauberartikel. „Wir wollen, dass die Kinder ein schönes Weihnachtsfest haben“, sagt Kordes. Wer unsicher sei oder keine Zeit für den Einkauf habe, finde bei Ulrike und Olaf Lang von den Spielwarengeschäften „Bieberstein“ in Elmshorn, Königstraße 2, und Barmstedt, Am Markt 14, bereits gepackte Schuhkartons. „Den Inhalt verkaufen wir zum Selbstkostenpreis“, versichert Olaf Lang.

„Wir werden immer häufiger angesprochen, warum die Schuhkartons nicht an Flüchtlingskinder verteilt werden“, sagt Kordes. „Die Pakete werden unter anderem in die Ukraine gesendet. Dort leben aktuell 1,4 Millionen Flüchtlinge. Daher erhalten Flüchtlingskinder unsere Pakete, aber im Ausland. Denen geht es oftmals schlechter als denen, die es bis zu uns geschafft haben.“

Hier gibt es weitere Informationen zu der Aktion Weihnachten im Schuhkarton .

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