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E-Jugendfinale abgebrochen : Wegen Schiedsrichterentscheidung: Trainer beordert seine Mannschaft vom Platz

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Finale der bis zehnjährigen Nachwuchskicker abgebrochen: Der Trainer aus Bad Bramstedt ist mit einer Schiedsrichter-Entscheidung nicht einverstanden.

Hasloh | Beim Freundschafts-Sommerturnier der 1. E-Fußball-Mannschaft des Turn- und Sportvereins Hasloh (TuS) ist es am Sonnabend zu einer groben Unsportlichkeit seitens des Trainers Sven Merseburger der Gäste aus Bad Bramstedt gekommen. Seine Nachwuchskicker hatten es in Hasloh ins Finale gegen den SSC Phönix Kisdorf geschafft.

In der neunten Minute ging Kisdorf mit 1:0 in Führung. Merseburger hielt das Tor für nicht korrekt und beschwerte sich lauthals bei Schiedsrichter Sam-Marvin Rehders. Dieser forderte den Jugendtrainer auf, damit aufzuhören, andernfalls den Platz zu verlassen. Merseburger entschied sich für die zweite Variante, allerdings wies er seine Mannschaft an, das Finalspiel abzubrechen und gemeinsam mit ihm den Platz zu verlassen. Turnierleiter Heiko Rabenstein war fassungslos. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte er, der selbst seit seiner Kindheit Fußball spielt. Über das Mikrofon informierte Rabenstein die Mannschaften und Besucher, dass sich die Turnierleitung kurz beraten würde, wie mit dieser besonderen Situation umzugehen sei.

Auch Carlos Cal-Castro, Trainer des Finalgegners Kisdorf hat eine solche Unsportlichkeit noch nicht erlebt: „Es kann immer mal eine Fehlentscheidung geben, aber die kann man nach dem Spiel in Ruhe klären. Es ist so schade für die Kids. Einige meiner Spieler haben fast geweint. Sie haben sich so gefreut, ins Finale zu kommen und konnten gar nicht mehr eingesetzt werden“, bedauerte Cal-Castro. Oliver Beß, Trainer der Gastgeber hatte die sieben teilnehmenden Vereine persönlich eingeladen. „Ich kenne alle Trainer und Mannschaften außer Bad Bramstedt schon so lange. Das sind alles faire Kollegen“, sagte Beß. Bad Bramstedt sei bei der Anmeldung zum Turnier nachgerückt, nachdem eine andere Mannschaft abgesagt hatte.

Die Hasloher Turnierleitung traf indes eine sportliche Entscheidung: Sie bot Merseburger an, seine Mannschaft als zweiten Turniersieger zu ehren bei verlorenem Finale wegen Abbruchs. Der Trainer verließ das Sportgelände grußlos, seine Jungs kamen jedoch zur Siegerehrung. „Wir sind doch da“, riefen sie Rabenstein zu. Die Kinder konnten wohl das Verhalten ihres Trainers auch nicht nachvollziehen und freuten sich einfach über ihre Pokale.

Die Gastgeber-Mannschaft aus Hasloh zeigte sich sportlich.
Die Gastgeber-Mannschaft aus Hasloh zeigte sich sportlich. Foto: Natascha Thölen
 

Und darin stimmten sie voll und ganz mit den anderen 70 Nachwuchskickern vom VfL Pinneberg, FC Quickborn, SSC Phönix Kisdorf, SuS Waldenau, Germania Schnelsen sowie Kickers Halstenbek überein. Die Kinder hatten an diesem Sonnabend Spaß am Fußball, lieferten sich spannende und sportliche Spiele bei bestem Fußball-Wetter. Gespielt wurde in zwei Gruppen à vier Mannschaften. Die Spiele dauerten 15 Minuten. Torwart Noah Konieczek sicherte dem TuS im Halbfinale den dritten Platz, in dem er einen eigentlich unhaltbaren Ball von Gegner Germania Schnelsen mit einer beeindruckenden Parade noaus dem rechten Winkel herausfischte. Den goldenen Pokal bekam verdientermaßen Kisdorf. Bad Bramstedts Trainer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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erstellt am 19.Jun.2017 | 16:00 Uhr

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