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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 17:55 Uhr

Tangstedt : Wechsel in der Jugendpflege

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Boris Kaufmann verlässt Tangstedt im Sommer.

von
erstellt am 07.Apr.2015 | 14:10 Uhr

Tangstedt | „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, bekennt der Tangstedter Jugendpfleger Boris Kaufmann. Im Sommer wechselt er nach Tornesch. Dort übernimmt er die offene Kinder- und Jugendarbeit der Stadt.

„Als ich am 1. September 2009 hier in Tangstedt anfing, waren gerade einmal sechs Kinder in der Nachmittagsbetreuung“, berichtet Kaufmann. In der „Arbeitsgruppe Jugend“ entwickelten Politiker gemeinsam mit Kaufmann und engagierten Eltern das „Drei in Eins“-Konzept.

„Das bedeutet, dass sowohl die Schulsozialarbeit als auch die Nachmittagsbetreuung und die Jugendarbeit aus einer Hand kommen“, erklärt Kaufmann. Der Vorteil liege auf der Hand: Alle Kinder kennen den Jugendpfleger schon von klein auf. Das dadurch entstandene Vertrauensverhältnis habe viel dazu beigetragen, Konflikte und Probleme offen ansprechen zu können.

„Anfangs gab es einiges Misstrauen, doch inzwischen ist die Akzeptanz im Dorf sehr groß“, berichtet Kaufmann. Es sei gut zu sehen, dass sich viel bewegt habe im Dorf.

Nicht an der falschen Stelle gespart

„Die größte Errungenschaft ist das Kinder- und Jugendhaus“, so Kaufmanns Überzeugung. Die entstandenen sozialen Strukturen seien vorbildlich für die Gemeinde. „Die Politiker hatten Ziele vor Augen und haben nicht an der falschen Stelle gespart“, lobt Kaufmann.

Einen großen Wunsch konnte er kürzlich umsetzen: ein Zaun um das Gelände des Kinder- und Jugendhauses. „Es kam immer wieder zu gefährlichen Situationen im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr“, so der Jugendpfleger.

Unermüdlich warb er da-rum, eine Begrenzung zu schaffen – und fand schließlich mit der Stiftung der Provinzial-Versicherung einen Sponsor für das Vorhaben. Mithilfe der Bauhof-Mitarbeiter wurde der Zaun dann aufgestellt.

Als Nachfolger wünscht sich Kaufmann jemanden, der sein „Baby“ weiterführt. „Ideal wäre, wenn das ,Drei in Eins‘-Konzept genau so weiterlaufen kann“, wünscht sich Kaufmann. Als Qualifikation solle der oder die „Neue“ zusätzlich zur sozialpädagogischen Ausbildung möglichst weitere Fachkenntnisse mitbringen.

„Ich selbst habe mich zum Gewalt-Präventionstrainer weitergebildet und auch Erfahrung in der Suchtprävention“, sagt Kaufmann. In diesen Bereichen habe bisher die Zusammenarbeit mit der Tangstedter Grundschule hervorragend funktioniert. „Auch die Kooperation mit dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr hat immer gut geklappt“, so der Jugendpfleger. Sein besonderer Dank gilt jedoch Bürgermeister Detlef Goos. „Er hat mir von Anfang an den Rücken gestärkt.“

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