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Nach 26 Jahren : Wechsel an der Spitze des Kreisschützenverbands

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Vorsitzende Röding tritt nicht zur Wiederwahl an. Der langjährige Stellvertreter Fix ist mit großer Mehrheit gewählt worden.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Insgesamt 26 Jahre war er im Vorstand des Kreisschützenverband (KSchV) Pinneberg aktiv, zuerst als Schatzmeister, die letzten sechs Jahre als Vorsitzender. Jetzt geht Bernd Röding in den Ruhestand: Zur Wahl des Schützen-Chefs während des Kreisschützentags gestern Vormittag in Uetersen trat der 67-Jährige nicht wieder an. Überraschend war das nicht, denn Röding hatte bereits bei seiner Wiederwahl vor zwei Jahren angekündigt, für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Neuer Vorsitzender der Kreisschützen ist Hans-Joachim Fix, der in Abwesenheit von 64 der 68 anwesenden Delegierten gewählt wurde. Der langjährige Chef des Schützenvereins Tornesch war zuvor auch einer von zwei Stellvertretern Rödings. Ute Larsen bleibt Kreissportleiterin, und Klaus-Jürgen Bruhn löst Hans-Joachim Dreffein als Schatzmeister ab. Das Amt des ersten stellvertretenden Vorsitzenden führt jetzt Jens Büchner, zweiter Stellvertreter ist Bernd Sinner.

In einem Rückblick auf seine Zeit im KSchV-Vorstand stellte Röding fest, dass im Verband viele Änderungen vorgenommen worden seien. Bereits Anfang der 1990er-Jahre sei jedes Vorstandsmitglied mit einem Faxgerät ausgestattet worden, damit eine Kommunikation schneller möglich war. Zudem seien Lichtpunktanlagen für die Jugendabteilungen angeschafft worden. Vor einigen Jahren habe der Vorstand damit begonnen, den Bogensport stärker zu fördern, was vorübergehend zu einer positiven Entwicklung der Mitgliederzahlen führte.

Der scheidende Vorsitzende Bernd Röding war insgesamt 26 Jahre im Vorstand aktiv.

Der scheidende Vorsitzende Bernd Röding war insgesamt 26 Jahre im Vorstand aktiv.

Foto: Krohn

Doch der Boom konnte den allgemeinen Abwärtstrend, mit dem nahezu alle Schützenvereine zu kämpfen haben, nicht stoppen. Vor zehn Jahren zählten die 20 dem KSchV Pinneberg angeschlossenen Vereine noch knapp 2400 Schützen in ihren Reihen. Röding: „Jetzt nähern wir uns bedenklich der 2000er-Schwelle.“ Der Verband müsse neue Wege gehen, um junge Menschen wieder für den Schießsport zu begeistern.

Zu Beginn des Kreisschützentags hatte der Vorsitzende im großen Saal der Gaststätte „Zur Erholung“ die Ehrengäste begrüßt, darunter Kreispräsident Burkhard Tiemann (CDU), Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD), den SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, den KSchV-Ehrenvorsitzenden Rolf Slomian sowie den Präsidenten des Norddeutschen Schützenbunds, Peter Kröhnert. Rossmann brach eine Lanze für das Ehrenamt: „Wenn es nicht Funktionäre gebe, die funktionieren, wäre es um die Vereine schlecht bestellt.“ Tiemann versprach: „So lange ich im Amt bin, werde ich die Schützen im Kreis Pinneberg unterstützen.“

Zahlreiche Schützen erhielten für ihre besonderen sportlichen Erfolge Urkunden und Anstecknadeln. Dieter Wenskat (Schützenverein Wilhelm Tell Hahnenkamp-Sparrieshoop), Inge Lapp und Jens Büchner (Schützenverein Tornesch), Harald Timm und Rita Schwede (Barmstedter Schützengilde) sowie Hans-Joachim Dreffein (Kreisschützenverband) wurden für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Verband mit Verdienst- und Verbandsnadeln in Silber beziehungsweise Gold geehrt.

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