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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 06:45 Uhr

Rellingen : Was wird aus der Grimm-Schule?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bauausschuss berät Dienstag nichtöffentlich über Abriss, Ausbau oder Neubau der Einrichtung. Neubau kostet das Dreifache.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2015 | 14:15 Uhr

Rellingen | Abriss zugunsten von Wohnungsbau, Erweiterung und Modernisierung des Baukörpers oder Neubau im Norden der Gemeinde: Die Zukunft der Rellinger Brüder-Grimm-Grundschule im Ortskern, mit Sportplatz und Sporthalle, etwa 220 Schülern und etwa 20 Pädagogen unter der Leitung von Swantje Schütterle, steht am Dienstag, 21. April, während der Sitzung des Bauausschusses im Rathaus an der Hauptstraße zur Diskussion.

Im nichtöffentlichen Teil beraten die Mitglieder unter Leitung von Eckhard Schlesselmann (CDU) ab 19 Uhr. Die Option Neubau würde bedeuten: Als Standort käme das Areal zwischen Ellerbeker Weg und Tangstedter Chaussee in Frage. Keine leichte Diskussion – das prophezeien die Verantwortlichen. Während Andrea Reichert, im Fachbereich Planen und Bauen in Sachen Bauleitplanung verantwortlich, sachlich-nüchtern den Ergebnissen der Prüfungsaufträge der Kostenrechnungen für Neubau oder Umbau entgegensieht, strebt die Politik eine Feinjustierung der Gemengelage an.

„Kurze Beine, kurze Wege“ für die Grundschüler, eine Schule, die Generationen geprägt hat sowie Top-Infrastruktur für das Sportangebot einen Steinwurf entfernt sind beispielsweise für SPD-Chef Christian Zimmermann Argumente genug, intensiv die Option Anbau voranzutreiben. Zugleich schielt der Sozialdemokrat auch in Richtung Caspar-Voght-Schule: „Wenn wir das Ziel der gymnasialen Oberstufe erreichen wollen, dürfen wir der CVS keine Konkurrenz machen und gleichzeitig notwendige Gelder in den Neubau einer Grundschule stecken.“

Auch von Dr. Konrad Wolf, Mitglied der Grünen-Fraktion, kommt ein klares Nein gegen den Abriss. „Wir waren von vornherein dagegen. Denn das Konzept Neubau ist wesentlich teurer.“ Die Kosten für einen Neubau sorgen im Vorfeld der Sitzung für ein Abschreckungs-Szenario. Nicht nur, dass das Grundstück im Norden gekauft werden müsste – die Neubauvariante berücksichtigt noch nicht einmal die Errichtung einer Sporthalle. Laut Schlesselmann liegen die Kosten bei einem konventionellen Bau schon allein bei etwa drei Millionen Euro.

Menschen für den Erhalt der Schule

Schlesselmann weiß zudem um die Stimmung in der Gemeinde. Die Menschen würden klar den Erhalt der Schule favorisieren. Gegenüber dieser Zeitung hat sich der Kommunalpolitiker bereits über eine Anbauvariante geäußert: die drei vorhandenen einstöckigen Pavillons sowie das Vierklassenhaus abreißen und durch ein zweistöckiges Gebäude ersetzen.

Des Weiteren befassen sich die Politiker mit der Änderung des Bebauungsplans Nr. 10 für das Gebiet beiderseits der Meisenstraße (GeWoGe) sowie dem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 71 Krupunder Heide für das Gebiet westlich des Drogeriemarkts. Dabei geht es um den Bau von sieben Einfamilienhäusern, einer Reservefläche für ein Mischgebiet sowie ein Regenrückhaltebecken.

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