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Moorrege : Was Jugendliche von Bienen lernen können

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sozialpädagoge Sebastian Rolke aus Moorrege hilft Teenagern, die in der Schule nicht zurechtkommen, Verantwortung zu übernehmen

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2013 | 00:31 Uhr

Sein Konzept klingt ungewöhnlich: Der Moorreger Sebastian Rolke (39) verbindet die Sozialpädagogik und die Imkerei – und damit seinen Beruf mit seiner Leidenschaft. Rolke verfolgt dabei zwei unterschiedliche Konzepte: So geht er mit den Bienen an die Schulen und veranschaulicht Jugendlichen im Zuge eines Nachmittagsangebotes das Leben der Insekten. Zudem kommen Heranwachsende, die in der Regelschule nicht zurechtkommen, zu ihm, um vor Ort ganzjährig mit den Bienen zu arbeiten. So sollen benachteiligte, naturfremde Jugendliche stressfrei neue Eindrücke sammeln können.

Rolkes pädagogisches Konzept ist vielfältig: „Die Jugendlichen werden dabei die ganze Zeit begleitet, angeregt und beraten.“ Jungen und Mädchen ab zwölf Jahren sollen dabei positive Erfahrungen und Verantwortungsbewusstsein erlernen – für sich selbst, die Gruppe und die Bienen. Honig wird dabei natürlich auch geerntet. „Die Jugendliche sollen sich erden – mit dem Ziel möglichst konfliktfrei wieder eine Schule besuchen zu können“, berichtet Rolke.

Er selbst sieht sein Angebot an der Schnittstelle zwischen Jugend- und Schulamt. Außer seiner Tätigkeit als sozialpädagogischer Imker ist Rolke weiterhin als Pädagoge aktiv: So ist er freier Mitarbeiter in der ambulanten Jugendhilfe und Schulsozialarbeiter in der Regionalschule Moorrege.

Seine bisherige Laufbahn sei „klassisch“, wie Rolke sagt: Nach dem Zivildienst war er in der Behindertenhilfe Ahrensburg aktiv, danach als Heilerzieher. Im Anschluss studierte er in Hamburg Sozialpädagogik und schloss dies mit einem Diplom ab. Es folgte die Arbeit in der stationären Jugendhilfe.

Die Kombination seiner Arbeit mit den Bienen sei schon immer ein Ziel von ihm gewesen. „Nun bin ich da, wo ich schon immer hinwollte“, sagt der Moorreger, der sich über Angebote für das kommende Jahr freut. „Bienen waren schon immer ein versteckter Kindheitstraum von mir“, so Rolke. Vor sieben Jahren machte er schließlich einen Imker-Grundkursus. „Was wir von den Bienen und der Arbeit mit ihnen lernen können ist: eine eindeutige Struktur und Aufgabenverteilung gepaart mit hoher Flexibilität, situativen Handelns sowie Entscheidungstreffen und einem permanenten Dazulernen“, sagt Rolke, der etwa 25 Bienenvölker besitzt und nun für erweiterte Angebote nach Räumlichkeiten in Kummerfeld und Moorrege sucht.

Imkerei Meise3

Sebastian Rolke, Meisenweg 3, 25436 Moorrege

Telefon: (04122) 810418; E-Mail: imkerei@meise3.de

www.meise3.de

 
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