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„Ungerechtigkeit bei Stromkosten“ : Warum Stromkunden in Schleswig-Holstein mehr Geld sparen könnten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Verbandschef fordert Neuregelung der Netzentgelte. Ersparnis für Schleswig-Holsteins Stromkunden von 64 Euro.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2017 | 12:23 Uhr

Quickborn | 64 Euro könnten die Stromkunden in Schleswig-Holstein pro Jahr sparen. Könnten – wenn nur die Kosten für überschüssig produzierten Strom auf das gesamte Bundesgebiet verteilt würden. Das ist die klare Aussage von Roman Kaak, Geschäftsführer des Verbands der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft (VSHEW).

Das Problem: In den windreichen Bundesländern zwischen Nord- und Ostsee wird vergleichsweise viel Windenergie produziert. Zum Teil mehr als verbraucht werden kann, auch weil die Energienetze noch nicht so ausgebaut sind, dass überschüssiger Windstrom aus dem Norden in den Süden der Republik geleitet werden kann. Übersteigt die Produktion die Menge des Verbrauchs, werden die Windräder gestoppt. Die Betreiber der Anlagen erhalten hierfür eine Ausgleichszahlung für den entgangenen Gewinn. Diese Kosten wiederum werden je nach Bundesland auf die Verbraucher umgelegt und nicht gleichmäßig auf ganz Deutschland. Verbandschef Kaak sieht darin eine „Ungerechtigkeit“: „Die Menschen in Norddeutschland werden dafür bestraft, dass hier die Energiewende besonders rasch umgesetzt wird“, sagte er gestern bei einem Treffen mit CDU-Vertretern bei den Stadtwerken Quickborn. Michael Grosse-Brömer, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, sagte zu, diese Anregung mit nach Berlin zu nehmen. Er betonte aber auch: „Andere Bundesländer haben natürlich andere Interessen.“ Der Bundespolitiker aus dem Süden Hamburgs sagte: „Trotz vieler Differenzen auch in der Union: Wir alle wollen die Energiewende umsetzen.“

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