Hamburg-Moorburg : Wartungsarbeiten in Holborn-Raffinerie: Stinkwolke zieht über Hamburger Westen

Die Wartung in einer Raffinerie soll für die weitreichende Geruchsbelästigung im Großraum Hamburg veranwortlich sein.

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22. August 2018, 11:58 Uhr

Hamburg | Es stinkt nach Teer, Gas und Bitumen: Im westlichen Großraum Hamburg hat sich am Mittwochvormittag ein gasähnlicher Geruch ausgehend von der Holborn-Raffinerie in Moorburg ausgebreitet. Die Hamburger Umweltbehörde gibt Entwarnung: Die austretenden Stoffe seien nicht giftig.

Danny Winter vom Umweltzugs der Feuerwehr aus dem Kreis Stade im Einsatz mit einem Spürgerät.
Björn Vasel/BT

Danny Winter vom Umweltzugs der Feuerwehr aus dem Kreis Stade im Einsatz mit einem Spürgerät.

 

Der Grund des Gestanks liegt bei der Holborn-Raffinerie im Bezirk Harburg. Die Anlage wird nach Aussage von Lars Bergmann, Pressesprecher der Raffinerie, seit dem Wochenende für eine Tüv-Revision kontrolliert heruntergefahren. Obwohl die Abfackelung läuft, verflüchtigen sich die ungiftigen Stoffe in die Luft und werden durch den Wind bis in die umliegenden Regionen getragen. Laut der Hamburger Pressestelle der Behörde für Umwelt und Energie kann es dabei zu unvollständigen Verbrennungen kommen. Dadurch entstünde der stinkende Geruch. „Die bisherigen Messungen ergaben keine Hinweise auf spezielle Schadstoffe", heißt es vom Pressesprecher der Behörde, Bjoern Marzahn.

Einsätze im Kreis Pinneberg

Aktuell gibt es verstärkt Anrufe bei der Feuerwehr und der Polizei aus der Bevölkerung im Raum Jork, Buxtehude, Stade und Pinneberg, die auf eine Geruchsbelästigung hinweisen. Im Kreis Pinneberg gab es zwei Feuerwehreinsätze aufgrund des Geruchs. In Haseldorf und Uetersen mussten die Kameraden ausrücken. Sie stellten vor Ort aber fest, dass es sich um einen Fehlalarm handelte und lediglich der Geruch aus Harburg bis in den Süden des Kreises Pinneberg gezogen war.

Die Geruchsbelästigung könnte bis Anfang September widerholt auftreten: Denn bis dahin sind die Wartungsarbeiten von der Raffinerie angemeldet. Solche Wartungen finden alle fünf Jahre statt, heißt es von Björn Marzahn.

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