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Pinneberger Tageblatt

23. August 2017 | 06:57 Uhr

Warnung vor Internet-Betrügern

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kriminelle wollen PCs knacken und geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus

Miese Masche von Internetgaunern: Vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter rufen PC-Nutzer an. Sie wollen den Computerbesitzern auf Englisch weismachen, ihr Betriebssystem sei defekt. Einzige Möglichkeit, den Schaden zu beheben, sei ein Programm namens „Teamviewer“. Das sollen die Angerufenen installieren. Tun sie es, tappen sie in eine böse Falle. Denn was viele nicht wissen: Mit dem Teamviewer können andere problemlos über das Internet auf den Computer zugreifen. Dabei werden sämtliche Daten für Fremde zugänglich: Fotos, Mails, Dokumente – auch das Bankkonto. So geschehen in Wedel.

Eine Frau, Mitte 50, erhielt einen solchen Anruf. Mit Nachdruck wurde ihr gesagt, sie solle das Programm installieren. Sie tat es nicht, war gewarnt: Erst wenige Tage zuvor war ein Bekannter Opfer der Gauner geworden. Der ältere Mann folgte der Aufforderung, klickte „installieren“. Dadurch hatten die Internetkriminellen freie Bahn – und bedienten sich per Onlinebanking an seinem Konto. Er erstattete Anzeige und hatte Glück: Die Buchung konnte rückgängig gemacht werden.

Microsoft weiß von den Täuschungsversuchen. Der Software-Riese warnt auf der eigenen Homepage davor. Auf Anfrage dieser Zeitung sagte Polizeisprecherin Sandra Mohr: „Computernutzer sollten stutzig werden, wenn jemand Fremdes einem erzählt, dass der PC kaputt sei.“ Zwar könne die Polizei derzeit nicht von einer Serie sprechen. Skepsis sei in solchen Fällen aber unbedingt angebracht.

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