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Nach Wohnhausbrand in Rellingen : War ein Akkuladegerät der Grund für den Hausbrand?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach dem Großfeuer an der Wachtelstraße freuen sich die alleinerziehende Mutter und ihre drei Kinder über die Hilfsbereitschaft. Als mögliche Brandursache wurde ein Ladegerät genannt.

Rellingen | Nach dem Großbrand des Einfamilienhauses an der Rellinger Wachtelstraße am vergangenen Sonnabend suchten gestern  Beamte der Kriminalpolizei Pinneberg am Tatort nach möglichen Ursachen. Laut Polizeisprecherin Sandra Mohr „schließen die Ermittler einen technischen Defekt nicht aus. Ein Akkuladegerät könnte den Brand verursacht haben. Es wird weitere Untersuchungen geben.“

Wie berichtet, konnte das mehr als 80 Jahre Haus nicht mehr gerettet werden. Etwa 100 Einsatzkräfte aus Rellingen, Egenbüttel und Halstenbek  mit  Drehleiter kämpften  vergeblich gegen die Flammen. Eine alleinerziehende Mutter mit ihren drei Kindern Lena (3), Pascal (8) und Niklas (12) blieben unverletzt, haben aber alles verloren. Eine drohende Obdachlosigkeit konnte bislang verhindert werden. Alle vier sind innerhalb der Familie untergekommen.  Nun erfahren die Betroffenen eine große Hilfsbereitschaft von Nachbarn, Freunden und unbekannten Mitmenschen.

Auch die Gemeinde Rellingen reicht die Hand zur Hilfe. Bürgermeisterin Anja Radtke (parteilos) tritt als Schirmherrin auf und traf sich gestern mit den Betroffenen. „Die Gemeinde hat der Mutter ein bei uns  aktuell bekanntes privates Wohnungsangebot in Rellingen zur Kontaktaufnahme vermittelt“, sagte die Rathauschefin im  Gespräch mit  dieser Zeitung. Die Gemeinde und auch sie würden persönlich dabei als Vermittler zur Verfügung stehen.

Das Feuer im Einfamilienhaus an der Wachtelstraße in Rellingen war am Sonnabend gegen 20.10 Uhr unter Kontrolle, gegen 21.40 Uhr von mehr als 100 Einsatzkräften gänzlich gelöscht. So nüchtern die Beschreibung des Sprechers des Kreisfeuerwehrverbands klingt, um so dramatischer sind die Folgen für die Betroffenen: Eine alleinerziehende Mutter und ihre drei Kinder – Lena (3), Pascal (8) und Niklas (12) – blieben alle unverletzt. Sie haben aber alles verloren.

Alles: die gesamte Einrichtung, alle persönlichen Gegenstände. Erinnerungen. Bislang konnte eine drohende Obdachlosigkeit verhindert werden. Mutter und Kinder konnten innerhalb der Familie untergebracht werden. Sie sind alle – trotz des unbegreiflichen Dilemmas – überglücklich über die große Hilfsbereitschaft der Nachbarn, der Freunde. Selbst von ihnen nicht bekannten hilfsbereiten Menschen. Doch das ist nur eine mittelfristige Lösung.

Die Gemeinde bietet eine Unterkunft an

Bereits gestern trafen sich die Betroffenen mit Anja Radtke. Die parteilose Bürgermeisterin war bereits am Sonnabend am Einsatzort und hat für die Mutter, ihre drei Kinder und zwei Katzen die Hand zur Hilfe ausgestreckt. „Die Gemeinde Rellingen hat ihr ein bei uns ganz aktuell bekanntes privates Wohnungsangebot in Rellingen zur Kontaktaufnahme vermittelt“, sagte gestern die Rathauschefin. Darüber hinaus betonte Radtke, „dass die Gemeinde und auch ich persönlich dabei als Vermittler zur Verfügung steht. Ich habe ihr weiter angeboten, auch sonst mit Rat und Tat nach unseren Möglichkeiten zu helfen.“

Wie berichtet, hatten die etwa 40 Rellinger und Egenbütteler Einsatzkräfte unter der Leitung von Gemeindewehrführer Jürgen Timm keine Chance: Das Haus brannte beim Eintreffen in voller Ausdehnung. „Die Flammen schlugen aus dem Dach, den Fenstern im Obergeschoss sowie aus der Hauseingangstür“, so ein Sprecher. Auch die Hilfe von 21 Kameraden aus Halstenbek samt Drehleiter und 31 Kräfte des Kreisfeuerwehrverbands konnten die Katastrophe nicht abwenden.

Die Kriminalpolizei, die am Sonnabend mit acht Beamten vor Ort war, hat die Ermittlungen aufgenommen. Gestern zog Polizeisprecherin Sandra Mohr eine erste Bilanz. „Nach dem Brand des Einfamilienhauses schließt die Kriminalpolizei Pinneberg einen technischen Defekt nicht aus“, sagte die Beamtin. Nach eingehenden Untersuchungen vor Ort am gestrigen Montag hätten die Ermittler ein Akkuladegerät als mögliche Ursache des Brandes in den Fokus genommen. Aber: „Es wird weitere Untersuchungen geben“, betonte Mohr. Der Sachschaden liegt bei mehr als 100.000 Euro.

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erstellt am 05.Apr.2016 | 17:00 Uhr

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