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Bürgerversammlung : Wann kommt der Lärmschutz?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bürgerversammlung von Pinneberg Waldenau-Datum: Bürgermeisterin lobt die Einwohner für ihren besonderen Einsatz

Pinneberg | Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) hatte sich mit einer eineinhalbstündigen Fahrradtour durch Waldenau auf die jährliche Bürgerversammlung vorbereitet. „Aus meiner Sicht gibt es nicht viele Themen“, sagte Jürgen Hilbers, Vorsitzender des Bürgervereins Waldenau-Datum von 1934, und ergänzte breit lachend: „Nur das übliche, was nicht gemacht worden ist wie zum Beispiel Straßen, Gewässer und Baumschnitt.“ Ihm sei aber bewusst, dass angesichts klammer Kassen nicht alles erledigt werden könne. „Mal sehen, was der Bürgermeisterin aufgefallen ist“, wandte er sich vor mehr als 100 Besuchern an Steinberg.

„Alles, was Pinneberg nicht gemacht hat, haben die Bürger erledigt. Zum Erntedankfest ist alles picobello sauber“, lobte die Bürgermeisterin und ergänzte: „Dafür steht Waldenau-Datum: für großes bürgerliches Engagement.“ Ihr seien einige fehlende Piktogramme, über die bereits im vergangenen Jahr diskutiert worden war, aufgefallen. Aufgrund des Etats sei dies als freiwillige Leistung derzeit nicht umsetzbar. „Vielleicht lässt sich das ja mit Crowdfunding oder einer Spende an die Stadt umsetzen“, schlug die Bürgermeisterin vor. Hinsichtlich der Schlaglöcher vor Schulen und Kitas werde sie das Thema in der Verwaltung weitergeben. „Ich habe nicht alle Spielgeräte getestet und an jeder Schaukel geschaukelt“, räumte Steinberg ein.

Den Bürgern brannte vor allem das Thema Lärmschutz an der LSE unter den Nägeln. „Dort gibt es aktuell einen Wall. Wem der Wall gehört, da muss ich mich selbst schlau machen, ob wir den erhöhen können“, sagte Steinberg. „Ich kenne das Thema selbst, da ich mehr als 20 Jahre in Waldenau gelebt habe“, fügte sie hinzu. Eine Antwort soll an den Bürgervereinsvorsitzenden übermittelt werden. Der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel sagte: „Das Land ist für den Wall verantwortlich. Wenn die Westumgehung kommt, wird der Verkehr sicherlich zunehmen. Dann kommt bestimmt ein höherer Wall oder eine Lärmschutzwand.“

Immer wieder die LSE

Laut der anwesenden Bürger reiche ein Wall nicht aus. „Es spricht nichts dagegen, die Lärmschutzwand eher zu bauen“, sagte Vogel. Die Bürger sollten sich verstärkt an das Landesamt für Straßenbau wenden. Da sich die Fragen immer wieder um die LSE drehten, schritt Hilbers ein: „Wir werden heute keine zufriedenstellende Lösung erhalten, sondern müssen auf das Landesamt warten.“

„Bisher sind in Waldenau keine Flüchtlinge untergebracht“, sagte Steinberg. Aktuell seien in Pinneberg 340 Plätze zur Verfügung gestellt worden. Bis zum Jahresende erwarte sie 15 Personen pro Woche. „Die dezentrale Unterbringung klappt derzeit noch“, so die Bürgermeisterin.

Die beiden städtischen Flächen Moorweg und Schenefelder Straße stünden derzeit nicht zur Diskussion. „Viel, viel wichtiger ist, wenn es hier ein Haus gäbe, wenn die Politik so entscheiden sollte, dass die Menschen alle Unterstützung bekommen, die möglich ist. Es ist derzeit aber alles nur hätte und würde“, so Steinberg. Sie setzte aber auch für Pinneberg auf das Engagement aus Waldenau: „Ich weiß, dass es hier ein großes soziales Engagement gibt. Wenn Sie das in Pinneberg einbringen wollen, lade ich Sie gern dazu ein.“
 

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erstellt am 06.Okt.2015 | 12:30 Uhr

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