Blasinstrumente und A-Capella-Gesang : Wandelkonzert im Rosengarten Pinneberg verzaubert mit barocken Klängen

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Das Holzbläsertrio der Musikschule Pinneberg – Arne Gruetzmacher (Oboe, links), Christiane Ascheberg (Oboe) und Lothar Palmer (Fagott) – verzauberte mit seinem musikalischen Reigen, der einen Bogen um Renaissance, Barock und Wiener Klassik spannte, die Zuhörer.
Das Holzbläsertrio der Musikschule Pinneberg – Arne Gruetzmacher (Oboe, links), Christiane Ascheberg (Oboe) und Lothar Palmer (Fagott) – verzauberte mit seinem musikalischen Reigen, der einen Bogen um Renaissance, Barock und Wiener Klassik spannte, die Zuhörer.

Sagenhaftes Wetterglück: Beim Open-Air-Konzert im Rosengarten zeigte sich nach Gewitter und Regengüssen die Sonne.

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17. Juni 2019, 13:00 Uhr

Pinneberg | Zum Wandelkonzert hatte die Stiftung Landdrostei in den Rosengarten eingeladen. Trotz des wechselhaften Wetters der vergangenen Tage, das viel Regen bescherte, hatten die Veranstalter sich entschieden, das Konzert Open-Air stattfinden zu lassen. Und hatten damit Glück. Denn es war wie vorhergesagt: Punkt vier Uhr am Nachmittag verzogen sich die Wolken zusehends, die Sonne blitzte immer mehr auf und beschien die Szenerie im Rosengarten aufs Allerschönste. Ein Wandelkonzert wurde es indes nicht, denn „der Boden ist zu matschig. Wir haben uns daher für nur einen Auftrittsort entschieden“, ließ Stefanie Fricke, künstlerische Leiterin der Drostei, vor Konzertbeginn verlauten.

Der hervorragenden Stimmung tat diese Tatsache keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, man konnte sich gemütlich im sommerlichen Ambiente einrichten: Einige Leute hatten sich Klappstühle mitgebracht, andere flanierten, Kinder tollten auf der großen Wiese herum. Die meisten saßen rund um die aufgebaute kleine Bühne und genossen die Musik bei Erdbeerbowle oder einem Gläschen Wein.

Lady in Red: Petra Matthieszen-Eitze vom Föderverein empfing die Gäste.
Margot Rung
Lady in Red: Petra Matthieszen-Eitze vom Föderverein empfing die Gäste.
 

Das Konzert begann mit dem Trompetenensemble der Trompetenklasse Matthias Höfs der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT). Mit viel Hingabe widmeten sich die jungen Talente barocker Trompetenmusik, insbesondere einigen Fugen von Johann Sebastian Bach, und zeigten dabei, wie weich und klangschön das Instrument Trompete klingen kann.

Barockmusik mit einem Ausflug in die Musik der Renaissance unternahm im Anschluss das Holzbläser-Trio Con Aura der Musikschule Pinneberg. Zu hören waren eine Trio-Sonate in g-Moll von Johann Friedrich Fasch, zwei Werke der französischen Renaissance von Pierre de la Rue in einem neuen Arrangement sowie die Vertonung eines Liedes von Heinrich Isaac.

Elbvocal: Von Kirchenlied bis Schlager

Dass ein Open-Air-Auftritt nicht nur für Instrumentalisten, sondern auch für Sänger eine besondere Herausforderung darstellt, wurde beim Auftritt der A-cappella-Sänger Elbvocal deutlich – Ton und Klang verlieren sich gern in der Weite des Raums. Doch singe, wem Gesang gegeben: Das Repertoire der gesangsstarken Jungs reichte vom Kirchenlied („Heilig ist der Herr“ von Franz Schubert) über den Kultschlager Kriminal-Tango bis zu romantischen Liedern („Singt dem Herrn ein neues Lied“ von Georg Friedrich Händel) und Spirituals („Soon all will be done“ von William L. Dawson). Dargeboten mit Präsenz und Könnerschaft. Die Sänger standen während ihres Konzertteils auf dem Podest, und die Musikfans konnten so „auf Tuchfühlung“ mit den Sängern gehen.

A-cappella-Musik vom Feinsten boten die Sänger von Elbvocal. Sie sind hervorgegangen aus den Chorknaben Uetersen.
Margot Rung
A-cappella-Musik vom Feinsten boten die Sänger von Elbvocal. Sie sind hervorgegangen aus den Chorknaben Uetersen.
 

Mit „Gut’ Abend, gut’ Nacht“ von Johannes Brahms endete das Programm. „Hat Spaß gemacht, „rundum gelungen“ und „ein wunderbarer Nachmittag“ war ein ums andere Mal zu hören.
 

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