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Landrat engagiert Sicherheitsdienst : Waffennarr sorgt für Polizeieinsatz vor dem Kreishaus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kreissprecher Oliver Carsten bestätigt, dass es am Donnerstagmorgen einen Polizeieinsatz in Pinneberg gegeben habe.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 16:30 Uhr

Elmshorn | Sicherheitsdienst in mehreren Bereichen des Hauses, Polizei vor der Tür und Anweisungen an die Mitarbeiter. Die Kreisverwaltung ist in Angst vor einem Pinneberger Waffennarr. Der Grund: Die Polizei hat dem Mann gestern seine Waffen abgenommen. Anlass war eine Entscheidung der Kreisverwaltung. Die hatte dem Mann die für den Waffenbesitz erforderliche Zuverlässigkeit abgesprochen.

Kreissprecher Oliver Carsten gab sich gestern auf Anfrage zurückhaltend: „Ich bitte um Verständnis, dass der Kreis sich zu Details aus laufenden oder abgeschlossenen Verwaltungsverfahren grundsätzlich nicht äußert.“ Er bestätigte aber, dass es am Donnerstagmorgen einen Polizeieinsatz in Pinneberg gegeben habe.

Bei diesem Einsatz, der auf Initiative der Polizei stattfand, sollen die Waffen des Mannes beschlagnahmt worden sein. Der Pinneberger hatte sie  zwar legal besessen. Er hatte allerdings nach Ansicht der Kreisverwaltung „nicht mehr die erforderliche Zuverlässigkeit nach dem Waffengesetz“, wie Carstens sagte. „Dies ist inzwischen auch gerichtlich und unanfechtbar bestätigt“, so der Kreissprecher. 

Da der Mann der Aufforderung des Kreises, seine Waffen abzugeben, nicht nachgekommen sei, habe der Kreis Strafanzeige gestellt. Nun folgte die Beschlagnahmung. Gestern erteilte Landrat Oliver Stolz dem Waffennarr Hausverbot für die Kreisverwaltung. Und er engagierte den Sicherheitsdienst. Außerdem informierte Stolz seine rund 600 Mitarbeiter: „Es handelt sich um eine vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme, die im Zusammenhang mit einer Beschlagnahme im Kreisgebiet steht.“ Außerhalb der Öffnungszeiten der Verwaltung sollen vorerst „keine Personen ohne Termin in das Haus gelassen werden“, so Stolz in seinem Schreiben. Er betont aber, dass es bislang „überhaupt keinen Hinweis auf eine mögliche Störung gibt“.

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