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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 06:50 Uhr

Wärmflasche für Austauschschüler

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Indischer Ozean: 15 Franzosen von der Vulkaninsel La Réunion in Halstenbek zu Gast / „Es wird hier sehr viel gegessen“

Palmenstrände, Litschi- und Mangobäume, Urwald und tosende Wasserfälle: Von solchen Eindrücken können Schüler des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums (WoBo) in Halstenbek derzeit nur träumen. Kleiner Trost: Es gibt Besuch. Besuch von der Ile Bourbon, auch Vanille-Insel genannt, die inmitten einer derartig faszinierenden Landschaft gelegen ist.

15 Franzosen von der 10 000 Kilometer entfernten französischen Vulkaninsel La Réunion sind im Zuge eines Austauschs bei Familien von Schülern des Borchert-Gymnasiums zu Gast. Gern plaudern die Franzosen über skurrile Lavaformationen und schönen Stränden der Nachbarinsel Mauritius, während sie sich über die unterkühlten Temperaturen im nördlichen Halstenbek wundern. „Hier ist es sehr kalt“, schilderte Celine (16) ihre Eindrücke. Die Französin erzählte amüsiert, dass sie, kaum in Halstenbek angekommen, von ihrer Gastfamilie mit Wärmflasche und dickem Schal ausgestattet wurde. Zum Vergleich: Auf der Insel zeigt das Thermometer 30 Grad.

Im Zuge ihres Austauschs bekommen die Franzosen jede Menge geboten. Auf dem Programm stehen Ausflüge nach Büsum – mit Besuch des Blanker Hans Sturmflutmuseums sowie Wattwanderung – und Bremerhaven sowie Bremen. Programmpunkte sind auch in Hamburg gelegene Ziele – darunter Besichtigung von Kunsthalle, Jungfernstieg, Hamburger Hafen mit Besuch von Kesselhaus, Hafencity und Michel sowie Lübeck. Jeweils zwei Wochenenden verbringen die Jugendlichen in ihren Gastfamilien.

Auch das Schulleben lernen die Gäste kennen. Einen von Sechstklässlern über den WoBo-Alltag gedrehten Film haben sie bereits gesehen. Zarte Bande der Freundschaft zwischen Schülern der Eingangsstufe (ehemalige elfte Klasse) und den Insulanern des Lycée de Trois Bassins sind bereits geknüpft. „Die Begegnung macht total viel Spaß. Wir verstehen uns super“, freut sich Linda-Iniki (15). Die Gäste seien offen und „total herzlich“.

Bereits im November haben die Halstenbeker Schüler zwei Wochen auf der Vulkaninsel verbracht. „Der Besuch war sehr spannend“, erzählte Grit (17), die insgesamt 17 Stunden Reise auf sich nahm. Das Schulsystem sei ganz anders, die Franzosen hätten viel länger Unterricht. Darüber hinaus trafen die Halstenbeker auf viel mehr Menschen mit unterschiedlichen Religionen.

Insgesamt veranstaltet das WoBo den Austausch mit La Réunion bereits zum zweiten Mal. Beim ersten Treffen waren jedoch Schüler eines anderen Gymnasiums zu Besuch. Die Franzosen haben in Halstenbek bereits diverse Eindrücke gesammelt. „Es wird hier sehr viel gegessen“, beobachtete Guillaume (16). Guillaumes Freund Alexandre äußerte gar die Sorge, zuzunehmen. Das Ziel der Jungen: ihre Sprache zu verbessern. „Es ist sehr schön in meiner Familie“, bilanzierte Iswara (16). Sie genieße Gastfreundschaft und Atmosphäre. Zum Bedauern der Schüler ist ihre „exzellente“ Deutschlehrerin Patricia Meriaux erkrankt. Die Reise betreuen die Lehrer Laurent Pasquier und Christina Norancho.

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