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„Perspektive für Hasloh“ : Wählergemeinschaft soll Hasloh bereichern

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine Gruppe von Ex-Politikern will in Zukunft die Dorfpolitik mitgestalten.

von
erstellt am 03.Mai.2016 | 16:15 Uhr

Hasloh | Gemunkelt wurde schon seit einiger Zeit, nun ist es offiziell: Bei der nächsten Kommunalwahl im Mai 2018 stellt sich in Hasloh eine neue politische Kraft zur Wahl. Bereits im Februar hatten die Akteure der „Perspektive für Hasloh“ mit ihrem alternativen Konzept für Aufsehen gesorgt: Statt der aufwändigen Sanierung der Peter-Lunding-Schule wurde ein Neubau und die anderweitige Nutzung des alten Gebäudes vorgeschlagen.

Alle bekannten Akteure sind ehemalige Gemeindevertreter: Wolfgang Jendretzky, Katja Langefeld und Nils Burfeind waren für die CDU aktiv, Norbert Schadendorf für die SPD. Ende 2012 hatte zunächst Jendretzky alle Ämter niedergelegt. „Ausschlaggebend war die Ausamtung aus dem Amt Pinnau, aber auch die schlechte Zusammenarbeit mit dem SPD-Bürgermeister Bernhard Brummund“, sagte Jendretzky im Gespräch mit dieser Zeitung. Als Fraktion habe die SPD mit ihrer absoluten Mehrheit immer wieder Vorhaben durchgesetzt, die die Gemeinde tiefer und tiefer in die Schulden reißen werde.

„Als wir Ende vergangenen Jahres dann die Kosten für die Schulsanierung erfahren haben, beschlossen wir aktiv zu werden“, berichtete der ehemalige Finanzausschussvorsitzende. Ohne groß Werbung für die Wählergemeinschaft zu betreiben, hätten sich inzwischen elf Mitstreiter zusammengefunden. „Auf unserer nächsten Versammlung am 18. Mai werden wir die Regularien zur Gründung eines eingetragenen Vereins und dessen Satzung festlegen“, kündigte Jendretzky an. Noch vor den Sommerferien solle die Gründungsversammlung stattfinden. Im Fokus steht für die Wählergemeinschaft die massiv angestiegene Verschuldung der Gemeinde. „Der Haushalt hätte so eigentlich nicht genehmigt werden dürfen“, ist Jendretzky überzeugt.

Nachfragen seit November

Der zweite Bauabschnitt der Neuen Mitte hätte seiner Meinung nach längst auf den Weg gebracht werden müssen. Seit November habe er immer wieder nachgefragt, wann denn die Abrechnung für den ersten Abschnitt vorliegen werde und sei immer wieder vertröstet worden. „So viel ich weiß, ist ein Teil der von der Gemeinde gekauften Grundstücke für den ersten Bauabschnitt der Neuen Mitte noch gar nicht bezahlt worden – das kostet obendrein auch noch Verzugszinsen“, führte er an. Ein weiteres Beispiel seien die Fehleinleitungen ins Abwassersystem, die seit Jahren bekannt seien und die Gemeinde Geld kosteten.

„Schon in den 1990er Jahren habe ich vorgeschlagen, den Sportplatz auf das Gelände der ehemaligen Tennishalle an der Kirschenallee zu verlegen – ich kann mir gut vorstellen, dass sich das bei entsprechender Vermarktung als Bauland für alle Seiten rechnet“, führte Jendretzky aus.

Der von der SPD kürzlich eingebrachte Vorschlag, ein neues Gewerbegebiet anzustreben, sei ebenfalls schon vor langer Zeit auf seinem Mist gewachsen. „Noch zu Bürgermeister Klaus Rösners Zeiten habe ich Gespräche mit der Landesplanung geführt – das wurde nur einfach nicht weiterverfolgt, weil es von der SPD nicht gewollt war“, berichtete der Ex-CDU-Politiker. Schon lange liege ihm eine Anfrage eines Unternehmens vor, das sofort daran interessiert sei, einen Hektar Fläche gewerblich zu nutzen.

Befürchtungen bestätigt

„Meine Befürchtungen hinsichtlich der Verwaltungsgemeinschaft mit Quickborn haben sich alle bestätigt: Es ist teurer geworden und wir werden schlecht beraten“, sagte Jendretzky. Die Gemeinde mache, was Quickborn wolle, nicht was gut für Hasloh sei. „Es gibt schon Gerüchte im Dorf, dass in nicht allzu ferner Zeit Hasloh an Quickborn angegliedert wird. So wie Renzel sind wir dann nur noch ein Ortsteil“, äußerte er die Befürchtungen.

Als Wählergemeinschaft sei es das Ziel, die politische Landschaft in Hasloh zu bereichern, ohne jedoch parteipolitischen Zwängen unterworfen zu sein. „Ich bin mir sicher, dass es einige politikverdrossene Hasloher gibt, die uns helfen wollen und werden, das Dorf aktiv mitzugestalten“, sagte Jendretzky. Er selbst sei im Verein als Schatzmeister vorgesehen, während Norbert Schadendorf und Katja Langefeld als Doppelspitze den Vorsitz übernehmen würden.

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