Brandursache : Vorwurf der fahrlässigen Brandstiftung in Schenefelder Tennishalle

Die Polizei hatte die Brandstelle nach dem Feuer beschlagnahmt.

Die Polizei hatte die Brandstelle nach dem Feuer beschlagnahmt.

Schweißarbeiten am Dach des Sportkomplexes sollen das Feuer am 10. August ausgelöst haben.

shz.de von
12. Januar 2018, 10:00 Uhr

Schenefeld | Es war eines der  gravierendsten Feuer im Kreis Pinneberg – der Brand des Racket Centers Sportwelt am 10. August in Schenefeld. Der Brandbericht liegt laut Arnd Habermann, Pressesprecher der zuständigen Polizeidirektion in Bad Segeberg, noch nicht vollständig vor. Die Ursache sei aber klar: Schweißarbeiten am Dach des Sportkomplexes lösten den Brand aus.  

Damit liegt laut Polizei  eine fahrlässige Brandstiftung vor. Ob gegen die Firma, die die Schweißarbeiten vorgenommen hat, Anklage erhoben wird, entscheide die Staatsanwaltschaft, sagte Habermann. Damit sind die Arbeiten der Kriminalpolizei in Pinneberg abgeschlossen.  Polizei-Pressesprecher  Lars Brockmann sagte am Donnerstag im Gespräch mit shz.de, dass  die  Staatsanwaltschaft Itzehoe die Unterlagen der Kripo sichtet und bewertet. Damit werde nun begonnen.

Mehr als 400 Einsatzkräfte aus dem Kreis Pinneberg und Hamburg waren im Sommer im Einsatz, um das mehr als 9000 Quadratmeter große Areal zu löschen. Gegen Mittag war der Brand ausgebrochen. Minutenschnell hatten sich die Flammen im Gebäude ausgebreitet. Zunächst hieß es, der Brand habe in einem Konferenzraum innerhalb des Gebäudekomplexes an der Holzkoppel angefangen. Doch schon am Tage des Brands kam das Gerücht auf, das Feuer sei auf dem Dach bei Schweißarbeiten entstanden. Damals wollte die Polizei dies noch nicht bestätigen. Mehrere Monate lang waren Experten der Kriminalpolizei auf dem Gelände unterwegs, um den Brandherd zu ermitteln.

Für Johann Timmermann, Geschäftsführer der Sportwelt, geht die Arbeit nun erst los. Derzeit rollen die Bagger, um die Reste des Brandes abzureißen. Bis Ende Februar sollen die Arbeiten andauern, sagte Timmermann im Gespräch mit shz.de. „Bis Ende Januar soll entschieden werden, wie es weiter geht. Wir beraten uns weiterhin mit unserer Versicherung. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen“, so Timmermann. In der Vergangenheit hatte er gesagt, dass der Wunsch bestehe, das Sportzentrum wieder aufzubauen.

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