Vortragsreihe über das Verhältnis von Religion und Demokratie

Wera Lange von der Fachstelle ÄlterWerden organisiert die Vortragsreihe.
Wera Lange von der Fachstelle ÄlterWerden organisiert die Vortragsreihe.

shz.de von
05. Januar 2018, 13:03 Uhr

Kirche und Demokratie – ein spannendes Thema. Damit wollen sich in den kommenden Wochen Vertreter verschiedener Religionen und Wissenschaftler in Pinneberg befassen. „Religion, wie hältst du’s mit der Demokratie?“ ist die variierte Gretchenfrage der Vortragsreihe „Akademie Theologie“.

In diesem Jahr geht die Vortragsreihe „Akademie Theologie“ in ihr 18. Jahr. Ihre Organisatorin Wera Lange von der Fachstelle ÄlterWerden des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein sagt über das diesjährige Thema: „Gern wird heute in Debatten über westliche Werte behauptet, das Christentum habe den Weg zur Demokratie gebahnt, während der Islam aus sich heraus nicht demokratiefähig sei. Beides ist fragwürdig.“ Christliche Kirchen hätten sich die längste Zeit ihrer Existenz bestens mit Monarchien und autoritären Staatsformen arrangiert. Die evangelische Kirche Deutschlands habe sich erst 1985 nach langem Ringen in einer Denkschrift offiziell zur westdeutschen Demokratie bekannt. Islamische Verbände legten in Deutschland und anderen westlichen Staaten ihr Bekenntnis zur Demokratie des Landes ab, in dem ihre Mitglieder zuhause sind. „Es scheint, dass Religionen ihr positives Verhältnis zur Demokratie dort finden, wo staatliche Instanzen zuvor eine solche installiert haben“, meint Lange.

Die Vorträge finden jeweils freitags statt und beginnen um 9.30 Uhr. An jeden Vortrag schließt sich bis 11 Uhr eine Diskussion an. Ort ist der Sitzungssaal des Kirchenkreises im Katharina-von-Bora-Haus in Pinneberg, Bahnhofstraße 20. Die Kosten betragen 4 Euro pro Vortrag.

12. Januar: Pröpstin em. Monika Schwinge: Protestantismus und Demokratie;

19. Januar: Propst Thomas Drope: Die Kirchentagsbewegung und die (west-)deutsche Demokratie seit 1949;

26. Januar: Pastorin Michaela Will: Demokratie hat (k)ein Geschlecht?

2. Februar: Wolfgang Seibert, Jüdische Gemeinde Pinneberg: Demokratie und Judentum;

9. Februar: Stephan Linck, Historiker, Evangelische Akademie der Nordkirche: Die schleswig-holsteinische Landeskirche in der Demokratie nach 1945;

16. Februar: Pastorin Maren von der Heyde: Diakonie und Demokratie;

23. Februar: Pastorin Sabine Denecke, Beratungsstelle für kirchliche Arbeit: Angst essen Demokratie auf . . .

2. März: Jannik Veenhuis, Islam-Wissenschaftler und Özlem Nas, Islamwissenschaftlerin und Vorstandsmitglied des Rates der Islamischen Gemeinden in Hamburg: Demokratischer Islam?

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